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09.08.2013

SIMPLYclever

Freunde des mundartlichen, aber auch ansonsten gepflegten Humors sollten sich die gut acht Minuten Zeit nehmen, den Kurzfilm »SIMPLYclever« anzuschauen. Es lohnt sich!


Der dazugehörige Infotext in hochdeutsch...

Günther ist ein ehemaliger DDR-Bürger und möchte Freeskiing ausprobieren. Doch er besteht auf die gute DDR Qualität und motzt mit seinem Kumpel Hindrich DDR-Ski auf. Am Hang wird die Euphorie jedoch schnell getrübt.

...und englisch.

Günther is a former GDR citizen who wants to be a freeskier. But he trusts only in good GDR quality. So he and his buddy Hindrich adapt a pair of GDR skis. On the slope his euphoria is dampened.

Su Ta Gar »Begira« (»Jaiotze Basatia«, 1991)

17.07.2012

One Way Trip 3D

Nachdem der Frühling gerade fließend in den Herbst übergehen zu scheint und die Tage ohnehin schon wieder kürzer werden, kann die Videothek des Vertrauens ein wärmendes Dach über dem Kopf bieten. Heute wieder was für Freunde des alpinen Slashers (wir hatten beim Kulturtee unlängst eine Diskussion darüber, aber »One Way Trip 3D« ist, obwohl eine schweizerischösterreichische Koproduktion, frei von Mundartsprechern und ist damit vorbehaltlos zu behandeln, hehe...).


Trälerli, wie der Schweizer sagt ;o)

Die Handlung beginnt genretypisch einfach: ein paar Jugendliche, verstärkt um ein mit dem Motorrad liegengebliebenes Pärchen, fahren ins eigenössische Hinterland um zwischen hehen Bergen und tiefen Wäldern einen Pilz namens Spitzkegeliger Kahlkopf zu finden und sich an ihm zu berauschen. Dazu ein paar Biere, ein amtliches Unwetter (ich vergaß den vorangehenden platten Reifen) und eben Nebenwirkungen der Pilzmahlzeit und schon hat der erste ein gebrochenes Nasenbein. Zur Handlung gesellt sich ein grummeliger Einheimischer (Hutträger, bewaffnet, huaaa!) und eine junge Dame (Tochter?), die nur zur Hälfte ansehnlich ist. Diese wohnen in einem einsamen Gehöft auf einem noch einsameren Berg. Bingo!

Insgesamt gibt es die üblichen Plattheiten, einem der Hauptakteure (der mit dem Bart) wünscht man aufgrund seines pseudoschlauen Gesülzes beizeiten die finale Begegnung mit seinem Henker und besagtes Unwetter reißt wie von Zauberhand mit Betreten des einsamen Gehöfts (genau... das auf dem noch einsameren Berg!) so abrupt ab, wie es erschien (danach auch in den Außenszenen nicht mal mehr Nässe und natürlich auch kein Wind). Aber solche Fettnäpfe gehören wohl zu diesem Genre, wie der Pilz zum Pils. Die 3D-Effekte tauchen nur punktuell auf, sind gut gemeint, hieven das Gesamtkunstwerk aber auf kein höheres Level.


Sabrina Reiter bei »Willkommen Österreich« mit Stermann & Grissemann

Immerhin trifft man in der Rolle der Valerie mit Sabrina Reiter eine alte Bekannte wieder (»In 3 Tagen bist du tot«, Teil 1 und 2). Auch sonst ist der Streifen nett besetzt und bietet insgesamt 85 Minuten solide Slasherunterhaltung in anheimelnder Kulisse mit einem ganz netten Finale.

Zum Abschluss noch der Link zur Film-Homepage (klick) und zum Eintrag in der Filmdatenbank bei Blairwitch.de (klack) und der gut gemeinte Rat, bei der nächsten Pilzjagd hin und wieder den Mobilfunkempfang im Auge zu behalten.


Surplus Stock »Let´s Kill Each Other« (»Let´s Kill Each Other« Single, 1982)

26.06.2012

FH Tolkewitz // Jess And The Ancient Ones

Spielfreie Tage - was tun? Auf dem Friedhof ist noch Platz...

Ne dämlichere Einleitung fiel mir einfach nicht ein, um ein paar Bilder vom Tolkewitzer Friedhof zu posten. Und auch kein feinpolierter Übergang zurück zur Europameisterschaft (jaha, Europameisterschaft, dieses UEFA Euro geht mir so auf den Mittelscheitel...!). Wie auch immer - morgen wird dann wieder gegen den Ball getreten (oder wie es der einheimische Mundartsprecher auszudrücken pflegt: an die Omme gelatscht... oder so) - Zeit wird´s!

Heilige Maria, Obst- oder Blumenhändlerin, Trümmerfrau? Wir werden es nie erfahren...

Hatte der Erlöser aber Schwein kein Kreuz aus Granit buckeln zu müssen!

Wer die Grabpflegegebühr nicht pünkltlich abdrückt, dem wird der Stein umgeschmissen...

...oder schnellstwuchernder Efeu auf der letzten Ruhestätte ausgesetzt.

Don´t pay the ferryman! ;o)

Nicht vorenthalten möchte ich der werten Leserschaft die fantastischen Jess And The Ancient Ones aus Finnland. Diese haben soeben eine selbstbetitelte Platte auf die kultursinnige Menschheit losgalassen. Hört euch das an, dann könnt ihr in ein paar Jahren hellseherische Fähigkeiten geltend machen und behaupten: hab ich damals schon gehört, war ja klar, dass das ein Klassiker wurde! ;o)


Jess And The Ancient Ones »Prayer For Death And Fire« (»Jess And The Ancient Ones«, 2012)

02.11.2010

Novemberanfangseindrücke

Wenn man so unterwegs ist, erlebt man verschiedenes. Sehr interessant ist zum Beispiel, wenn ein Mundartsprecher in der Schänke eines anderen Mundardsprechers Mundart spricht und was daraus so resultiert. Noch besser, wenn man dabei bei kaltem Getränk und warmer Speise in der Ecke hockt und dieses in Ruhe eobachten kann.

Außerdem erlebt: seltsame Autofahrmanöver bei seltsamen Wetterbedingungen. Wieviele Spuren brauch der Mensch eigentlich?

Dann noch das hier...


Dels »Shapeshift« (gleichnamige Single, 2010)


Muss ich alles erst mal verarbeiten. Ab ins Bett. Shapeshift... Morgen wieder neue Eindrücke sammeln. Shapeshapeshiftshift... Und ja nichts von dem ganzen Mist träumen... Shapeshift... Ach so, und erst noch kalt duschen! Guts Nächtle...

PS: Auch noch verpasst, dass unser Biertest am 25. Oktober sein zehn(!)jähriges Jubiläum hatte. War ich aber offenbar auch nicht der einzige. Mist! Nu ja, trinken wir später noch mal einen darauf.

26.05.2009

Don´t fear the Mutz. (Untertitel: Mutz ich datz aufessen?)

Tja, auch um kulinarisches soll sich dieser Blog drehen. Diesmal um ein Stück Fleisch, genauer gesagt, aus Kamm oder Schulter vom Schwein, gagart im Rauch, am besten dem der Birke, genannt »Mutzbraten«. Genau dieser verhalf, an einem jüngst gewesenen Feiertag, einer kleinen Delegation des Channel666 zu diversen Gefühlsregungen, von würgen über lachen bis hin zum rhythmischen zucken. Lag sicherlich nicht am Fleisch, sondern an dessen Zubereitung. Namen oder Adressen nennen wir keine, alle die dabei waren, wissen, was ich meine. Übrigens: Den vor Ort aufgezeichneten Soundtrack gibt es demnächst hier! (Raritätenblinker AN!)

Der Mutzbraten kommt aus Ostthüringen. Im altenburgischen (nicht Altenberg!) Slang (der freilaufende Altenburger an sich ist ein übler Mundartsprecher) bezeichnet das Wort »Mutz« ein (Fabel-)Tier ohne Schwanz, in diesem Falle das Schwein. Hat zwar ein geringeltes, aber wer hat das nicht... Es gibt sogar ein Mutzmuseum im thüringischen Kraftsdorf.

Wie geht´s? So:

Man nehme ein Stück Fleisch, wie gesagt, Schulter oder Kamm vom Schwein. Salz, Pfeffer, Majoran, Senf drauf. Wahlweise über nacht in einer Zwiebel/Schwarzbiermarinade ziehen lassen. Birke fällen, anzünden, Fleisch drüber garen, fertig. Geht alternativ auch auf dem (Elektro-)Grill.

Hätte so gut schmecken können, hat es aber nicht.