So muss das sein: Sommer, erträgliche Temperaturen, Wochenende, schwarzrotgoldener Freudentaumel, Dank unserer Götter in weiß!
Ganz nebenbei verkündet unsere Verteidigungsministerin Ursula »Da könnt ihr demonstrieren, wie ihr wollt, meine Frisur bekommt trotzdem einen eigenen Kopfbahnhof!« von der Leyen: Kinderlein, sorgt euch nicht um eure Sicherheit, die Mutti ist gerade dabei ein paar bewaffnungsfähige Drohnen zu bestellen. Da könnt ihr in Ruhe die WM verfolgen und wenn das mit dem Titel nicht klappt, können wir immerhin anderweitig ein bisschen rumballern. Und guckt, dass niemand falsch parkt, sonst... genau: Kawumm!
So, ich kauf mir jetzt ein Eis, lege mich auf die Wiese und gucke, ob ich am Himmel was interessantes entdecke und sei es nur eine Wolke in Miroslav Klose-Form. Schönes Wochenende zsamm! ;o)
The Pogues »Waxie´s Dargle« (»Red Roses For Me«, 1984)
So, wir wollen nicht vergessen, dass bald der Jahrestag unseres Heilands ins Haus steht. Aus diesem himmelhochjauchzenden Anlass entschloss ich mich vorhin, die nächste Kerze unter dem Kunststoffbaum (wegen Umweltbewußtsein und so - rettet den Wald im Erzgebirge!) für unsere Jungs, die nicht etwa der höheren Besoldungsstufe wegen im afghanischen Hinterland campieren, sondern um den Feind quasi schon an der Mittellinie aufzuhalten (Pressing, Preeesssinnng!), ein Kerzlein anzuzünden. Doch, was reißen einen da nicht für schauerliche Meldungen aus dem wärmenden Nebel der Räucherkerzen!
Das muss man sich mal vorstellen: eine Briefbombe (die aus Tradition nie beim Adressaten zünden), verschickt von italienischen Linksextremisten sollte dem Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, in der kalten Jahreszeit die Daumen wärmen. Ist das der Dank dafür, dass der Durchschnittsdeutsche jährlich im Durchschnitt dreihundertzwölf Tiefkühlpizzen verzehrt?
Außerdem: der Deutsche Fussball-Bund sperrt die ruhm- und siegreiche SGD für ein Jahr in den Pokal-Hungerturm. Weil sich jeder hundertste Dynamo-Fan daneben benimmt. Wobei wir klar wissen: der Krawallmacher ist natürlich im Sturm (!) und auf der rechten Außenseite (!! [dritter Fussballbildvergleich in einem Text - falls Marcel Reif mal keine Zeit hat, ich nehm sie mir]) des Ostens wirbelwindig wie weiland Ralf Minge unterwegs. Dagegen sind wir natürlich alle, Menschenkette statt La Ola ist das Stichwort.
Und dann noch: Deutschlands christlich geprägte und damit äußerst liebenswürdige Regierung verkauft Saudi Arabien die Kleinigkeit von 270 Leopard 2-Panzern. Aus Nächstenliebe sicher fast zum Selbskostenpreis.
Wir sehen: der pechschwarze Reebok des Todes™ bedroht die Pariser Innenstadt. Rettung nacht nicht, weil wir und unsere Verbündeten in Afghanistan nun mal genug zu tun haben! Was jetzt?
Das ist alles so was von anheimelnd, gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit. Was machen eigentlich unsere Kriegsdienstnichtverweigerer am Hindukusch? Einheimischeabknallen für ein gesünderes Europa ohne Waffen, Briefbomben, und Hooligans? Danke Jungs! rufe ich daher der Truppe, unserer Truppe entgegen. Warum daheim kämpfen, wenn das Gute so fern liegt?
Letzter Tag in Bremen, leider. Hier fühlt man sich schnell wohl. Heute noch ausgedehnt durch´s Grün flaniert, Werdersee und Bürgerpark, dort sogar noch ne Partie Minigolf verloren (peinlich...).
Hier noch schnell was befremdliches... (wahrscheinlich aus der beliebten Rubrik »Frieden schaffen ohne Waffen«)
Zwischen 20 und 8 Uhr darf man in Bremer Parkanlagen keine Waffen mit sich führen. Davor und danach ist allerdings zwischen Waffen-SS und Ninja-Schwadronen kaum Platz. Erzählt man sich zumindest. ;o)
Mehr gibt es vorerst nicht zu berichten, eine kleine Fotonachlese wird es dann zuhause noch mal geben, habe gerade keinen Bock Tonnen von Bildern zu sichten. Außerdem ist es schon spät und der Schönheitsschlaf ist zwar kaum nötig, aber dennoch heilig, hehe...