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10.07.2019

Verachtung (Journal 64)

Hat ein bisschen gedauert, ehe der nächste Teil der Verfilmungen um Jussi Adler Olsens Sonderdezernat Q in die Kinos kam. Nun war es weit - Pflichttermin! Im Original heißt der Film, wie auch die Romanvorlage, »Journal 64«.

Carl Mørck (wie immer schön grantig: Nikolaj Lie Kaas), Sonderermittler für ungelöste Fälle und sein Assistent Assad (Fares Fares) stoßen auf ihrer Suche nach einer, seit 1987 vermisste Prostituierten auf weitere verschwundene Personen. Die Spur führt schließlich auf die Insel Sprogø, wo sich einst eine Besserungsanstalt für nicht gesellschaftskonforme Mädchen und Frauen befand (traurige Wahrheit: Die Insel gibt es wirklich, die Anstalt gab es auch. Über die Jahre wurden schätzungsweise bis zu Zehntausend [Zwangs-]Sterilisationen vorgenommen.). Doch auch in der Gegenwart rotieren finstere Mächte im Hintergrund und alles führt zusammen...



Die Atmosphäre stimmt dank der Bilder und der schauspielerischen Leistungen, eben typisch skandinavischer Krimi. Fans der Reihe werden also bestens bedient, allen anderen kann nur empfohlen werden mal ein Auge zu riskieren.

Das Einzige, was mich persönlich gewundert hat, ist die Altersfreigabe. Sonst denkt man manchmal Warum, so schlimm isses nicht...?, aber dieser Streifen bekam trotz (un-)appetitlicher Leichenpräsentation und Darstellung von sexueller Gewalt eine P12-Freigabe. Seltsam - aber dies nur als Randnotiz.


Björk »Pagan Poetry« (»Vespertine«, 2001)

03.03.2018

Kirkegård Tårnby



Tårnby liegt etwas südlich von Kopenhagen auf der Insel Amager. Dort macht man nicht gerade Urlaub, aber der Flughafen Kastrup ist gleich um die Ecke und falls man den Öresund zu queren gedenkt, führt der Weg ebenfalls dort vorbei.

Prominentester Name des Friedhofs ist natürlich Ove Sprogøe. Allerdings wurde er, auf eigenen Wunsch, anonym bestattet.

Fenriz' Red Planet »My Ship Sailed Without Me« (»Engangsgrill«, 2009)

23.06.2016

Erlösung (Flaskepost fra P)

Die Wartezeit von mehr als einem Monat ist für beinharte Jussi Adler-Olsen-Fans eine halbe Ewigkeit, aber nun konnte man dieser Tage den dritten Teil »Erlösung« (im Original »Flaskepost fra P«) in den deutschen Kinos erleben. Lohnt sich auf jeden Fall, es gibt Sachen, die ändern sich nicht.



Dem Sonderdezernat für ungelöste Fälle »Q« wird eine acht Jahre alte Flaschenpost zugespielt. Diese enthält einen mit P unterzeichneten Hilferuf. Zur selben Zeit bekommen es die beiden Hauptprotagonisten Kommissar Carl Mørk (Nikolaj Lie Kaas) und sein Assistent Assad (Fares Fares) mit einem Soziopathen zu tun, der Geschwisterpaare stark religiöser Familien entführt. Man lernt ihn auch beizeiten kennen, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Überhaupt zieht sich das Thema Religion wie ein roter Faden durch den Film was natürlich einen herrlichen Kontrast zu Mørks granteliger Weltsicht ergibt. Das Ganze ist wie immer in recht ruhigen Bildern (von einer rasanten Autofahrt mal abgesehen) und düsterer Atmosphäre gehalten - eben genau das, was man von skandinavischen Krimis kennt und erwartet.

Die Handlung hangelt sich gut an der Romanvorlage (wie immer ebenfalls empfohlen!) entlang, die filmischen Änderungen fallen nicht weiter ins Gewicht. Wie eingangs erwähnt: uneingeschränkter Guck-Tipp! Und nun ran an die Kameras, Teil vier, Teil vier, Teil vieeer!!! ;o)

Gitte Hænning »Vi Danser« (1968)

26.01.2015

Schändung (Fasandræberne)

Dieser Tage in die Kinos gekommen (und hier schon wieder raus), ist der dänische Film »Schändung«, welcher in Anlehnung an den Originaltitel »Fasandræberne« noch den Untertitel »Die Fasanentöter« verpasst bekam. Wer sich für die Romanvorlage aus der Feder Jussi Adler Olsens oder den erstverfilmten Teil »Erbarmen« begeistern konnte, wird auch hier vorzüglich bedient.



Hauptprotagonist Carl Mørck wird von Nikolaj Lie Kaas noch grantiger vorgetragen, als bisher, was sein Assistent Assad (Fares Fares) mit stoischer Gelassenheit erträgt. Desweiteren lernen wir noch die neue Sektretärin Rose kennen, welche sich am Anfang etwas fehl am Platz vorkommt, die zwei Polizisten aber bestens ergänzt.

Der neue Fall für das Sonderdezernat Q führt zurück ins Jahr 1994, als ein Geschwisterpaar ermordet wurde. Viele Anhaltspunkte haben die beiden Ermittler nicht. Der damals geständige Täter wurde vom teuersten Strafverteidiger Dänemarks vertreten und kam nach drei Jahren Haft wieder auf freien Fuß, seltsam, für eine Vergewaltigung und einen Doppelmord. Außerdem gibt es einen aufgezeichneten Notruf einer jungen Frau, nur ist die seit vielen Jahren verschwunden. Außerdem wird es kompliziert, da die Spuren von einem Eliteinternat und von da aus in höchste wirtschaftliche Kreise führen...

Spannend, atmosphärisch und brilliant besetzt und mit einer Länge von ca. zwei Stunden keine Minute zu kurz - ein wirklich schöner Film!

Nekromantix »Once We Were Lovers« (»What Happens In Hell, Stays In Hell«, 2011)

26.09.2014

Myrkur - Nattens Barn ...Video!

Nachdem ich neulich an dieser Stelle auf Myrkur hinwies, dieses fantastische EinFrauProjekt aus dem schwarzmetallischen Untergrund Dänemarks (quasi eine, aus dem modrigen Waldboden entstiegene Elfe, um es mal bildlich darzustellen, hehe) und das Debüt mittlerweile erschienen ist, gibt es nun auch ein Video.


Lange nicht so was schönes gehört und gesehen, ganz ehrlich! ;o)



Myrkur »Nattens Barn« (»Myrkur« EP, 2014)

28.08.2014

Myrkur



Schwarzmetall aus Skandinavien? Schon tausend mal gehört? Freunde des tiefgefrorenen Stahls, die zudem bei Enya nicht gleich den Kotzbeutel zücken, sollten auf jeden Fall Myrkur, einem dänischen EinFrauKommando ein Ohr schenken! ;o)

Am 12. September erscheint die selbstbetitelte EP, aus welcher vorab zwei Schmankerln unters finstere Volk geworfen wurden.

Myrkur »Latvian Fegurð« (»Myrkur« EP, 2014)

Myrkur »Nattens Barn« (»Myrkur« EP, 2014)

30.01.2014

Erbarmen (Kvinden i buret)

Gerade in den Kinosälen der Republik ist der dänische Film »Erbarmen« (Originaltitel: »Kvinden i buret«, was so viel, wie die Frau im Käfig bedeutet). Vorlage war ein Kriminalroman von Jussi Adler-Olsen (welcher hier auch in Papierform empfohlen sei).

originaler, dänischer Trailer

Im Zentrum der Handlung steht Carl Mørck, der bei der Mordkomission arbeitet und nach einem gründlich schiefgegangenen Einsatz die Erstbesetzung des neu ins Leben gerufenen Sonderdezernats »Q« stellen soll. Dessen Aufgabe soll das Sortieren alter, abgelegter Fälle sein, eigentlich ein Abstellgleis. Er bekommt als Assistenten den syrischstämmigen Assad zur Seite gestellt, auf den ersten Blick ein ungleiches Paar.

Sie graben den Fall der verschwundenen Politikerin Merete Lynggaard aus, welche, soviel verraten schon die Trailer, natürlich noch lebt, wenngleich die damalige Ermittlungsakte damit geschlossen wurde, dass sie sich das Leben nahm, indem sie von einer Fähre sprang.

deutscher Trailer

Das Ganze ist typisch skandinavisch, sprich in gemächlichem Tempo und etwas düsterer Stimmung angelegt und bis zur letzten Minute spannend gehalten. Außerdem punktet der Film durch ein geniales Casting. Mørck wird gespielt von Nikolaj Lie Kaas (Freunden des gepflegten dänischen Films u. a. sicher aus »In China essen sie Hunde« oder »Dänische Delikatessen« bekannt), Assad wird von Fares Fares (u. a. »Jalla! Jalla!« und »Kops«) verkörpert. Alleine diese zwei Charaktere tragen den Film und sorgen auch hier und da für kleinere Schmunzler.

Kurzum: Schöner Film und Punkt.

Volbeat »Always, Wu« (»The Strength / The Sound / The Songs«, 2005)

21.03.2013

Gargoyles Over Copenhagen

Ergänzend zum vorhergegangen Eintrag: der passendere Soundtrack (weil: dänische Musik war es, aber es gibt auch dänische über Gargoyles, welch Volltreffer, wenngleich der beschneckte Knilch nicht in Kopenhagen, sondern in Roskilde zu finden ist, aber man kann ja nicht alles haben). Fiel dem morgendlich trägen Gehirn am Tagesanfang natürlich nicht ein. Aber besser spät als nie... ;o)

Nekromantix »Gargoyles Over Copenhagen« (»Return Of The Loving Dead«, 2002)

10.06.2012

Blacklands, EM

Noch ein kleiner Witz, bevor er unaktuell wird... ;o)

Sagt der Richter zum dänischen Nationalspieler »Ich habe für dich eine gute und eine schlechte Nachricht! Die schlechte: ich verurteile dich hiermit zum Tod durch Erschießen.«.

Guckt der Däne etwas irritiert und fragt »Und was kann damit verbunden noch als gute Nachricht erscheinen?«.

Antwortet der Richter: »Robben wird schießen!«...


Castle »Blacklands« (»Blacklands«, 2012)

05.11.2011

Volbeat!

Dresden, Messehalle #1, draußen kalt, innen heiß.

Vorband Clutch, Maryland, USA. Heiter bis wolkig. Die Herren spielen irgendeinen Crossover-Bastard aus Southern/Stoner Rock, ein bisschen Metal und das alles klingt sehr, sehr Neunziger. Der Sänger tobt rum wie ein Eichhörnchen mit ner frischen Duracell, aber seine Stimme strengt irgendwie an. Letztenendes wackelt die Bude trotzdem und das Highlight kommt natürlich zum Schluss und klingt wie folgt...


Clutch »Electric Worry« (»From Beale Street to Oblivion«, 2007)

Später Volbeat, København, Dänemark. Durchgehend sonnig.



Früher, als nehmen wir mal an bei den Scorpions oder so, hielten die Leute ihre Feuerzeuge hoch, was gut aussah, aber für die Frisur des Vordermannes nicht ungefährlich war. Heute reißen alle ihre iPhones in die Luft, was ungefährlich ist, aber scheisse aussieht. Andererseits, sonst hätten wir jetzt kein wackeliges LoFiVideo des Vorabends zur Verfügung. ;o)

Selber keine Aufnahmetechnik dabei gehabt, ergo keine Bilder.


»I Only Wanne Be With You«, von Profis gefilmt und mit mehr Leuten... ;o)

Insgesamt: großes Ballett!!

11.10.2011

Volbeat Anfang November

Drježdźany, 4. November 2011, 20:00 Uhr, Messehalle: Denmarks finest live!!!


Volbeat »Maybellene I Hofteholder« (»Guitar Gangsters & Cadillac Blood«, 2008)

Volbeat in der Zone... und ich hab ne Karte! Rock´n´Roll! ;o)


Volbeat »Always, Wu« (»The Strength / The Sound / The Songs«, 2005)

03.10.2011

happy birthday to ourselves

Nun isses wieder mal so weit, die Republik hat Geburtstag, den 21., herzlichen Glückwunsch dazu! Geschenk hab ich keins, Blumen auch nicht, aber immerhin hab ich´s nicht vergessen und praktisch reingefeiert, hehe...


Intro-Animation, danach kam unter Getöse und ner Menge Rauch der Rock´N´Roll Train auf die Bühne gescheppert...

Hatte gestern Abend das Vergnügen, »Live At River Plate« anzusehen. Dabei handelt es sich um einen AC/DC-Konzertmittschnitt aus Argentinien im Rahmen ihrer »Black Ice« Tour mit dem gleichen Set, welches wir in Dresden erleben konnten. Grandioses Dokument über alte Herren, die noch amtlich arschtreten, hehe!


AC/DC »Hells Bells« (»Live At River Plate«, 2011)
Original auf »Back In Black«, 1980


Ein zum sentimental werden gelungener Datenträger! Kann man jedem, der AC/DC annähernd gut findet, empfehlen und sollte zumindest in der Unterstufe deutscher Schulen zum Pflichtstoff erklärt werden. ;o)


AC/DC »Dirty Deeds Done Dirt Cheap« (»Live At River Plate«, 2011)
Original auf »Dirty Deeds Done Dirt Cheap«, 1976


Was das alles mit dem heutigen Nationalfeiertag zu tun hat? Nun ja, mal abgesehen, dass es Schampus aus dem Osten und Bier aus dem Westen gab (spätestens im Hals ist dann zusammen, was zusammen gehört, hehe) hätten unsere lieben Genossen wohl kaum gewollt, das wir die größte Rock´N´Roll-Band live erleben (sie haben sich ja gerade mal ein popeliges AMIGA-Vinyl aus dem Kreuz geleiert [was wiederum schon semisensationell war]), anschließend das Ganze per Konserve Revue passieren zu lassen und anschließend auch noch im Internet drüber erzählen. Nun kam es eben anders und das ist wohl feiernswert! Und gar nicht auszumalen... der Channel666 wäre wahrscheinlich nur ein pseudokulturelles, alkoholvernichtendes Projekt in irgendeinem Jugendhaus... Au Backe!


AC/DC »You Shook Me All Night Long« (»Live At River Plate«, 2011)
Original auf »Back In Black«, 1980


In diesem Sinne, Tasse hoch und Angus for Bundeskanzler!!! Darauf gleich ein paar Weisswürste zum Frühstück... ;o)

PS: Die Blogstatistik ist auch ne interessante Sache! Was ich in diesem Zusammenhang immer schon mal sagen wollte: ich grüße unsere digitalen Freunde in der Schweiz, in Dänemark und natürlich in Schweden! Gruezi! God dag og skål! Länge leve Sverige! ;o)

15.08.2011

barocke Gehirnwasserabsenkung

Ist ja witzig. Sitze gerade bei Keksen (die leckeren dänischen in der großen Blechdose mit Kopenhagen-Motiv aus dem Hunde-Netto) und nem Becher Milch (vollfett, mit Schokopulver) vorm Bildschirm und blättere bei sz-online durch die Schlagzeilen, da lese ich (klickklack), dass Dieter Wedel, seines Zeichens Oberindianer der diesjährigen Zwingerfestspiele, sein Projekt stiefmütterlich, wörtlich sogar respektlos behandelt fühlt. Unter anderem stört ihn die wenige Werbung und die Überschneidung des Stadtfestes mit dem Festivalende.

Fragt man sich, warum Werbung braucht, was nach Monsieur Wedels Meinung ohnehin von höchster Qualität sei. Will sagen, wenn es toll wäre, also so richtig supidupiobertoll, dann kommen die Leute auch von alleine und das in Scharen. Nun hat Dresden aber nur ein paar Einwohner und wenn davon die Hälfte eine aufgeplusterte Zirkusnummer mit der zweiten und achten Reihe dessen, was sich deutsche Schauspieler nennt, einfach nicht sehen will, ein paar andere Dre Imbicz sehenswerter als Dirk Bach finden und der Rest schlicht und einfach die Regenjacke nicht findet, dann werden es einfach nicht mehr Zuschauer. Dass das einen wie Wedel in seinem Ego kratzt, kann sein, juckt aber ansonsten keinen.

Nun deutet der Meister an, 2012 womöglich nicht mehr zur Verfügung zu stehen - soll er doch zum flennen an die Elbe gehen, da stört er keinen. Sollte er Drježdźany doch im nächsten Jahr wieder beehren, mögen die Götter uns einen schneereichen Winter bescheren...


Beck »Halo Of Gold« (»Mutations«, 1998)

Überlied! ;o)

PS: Noch was blogtechnisches... Rechterhand findet man ab sofort ein Fensterchen, in das man seine Mailadresse eintragen kann, um ja nie wieder was zu verpassen. Mal gucken, es gibt da auch die Möglichkeit ne Statistik abzurufen, wenn sich längerfristig keiner einträgt, fliegt´s halt irgendwann wieder raus. Dieter Wedel wird den Anfang sicher nicht machen... ;o)

16.10.2010

Giraf Beer

Mal wieder ein hübscheres Etikett aus unserem Biertest. Giraf kommt aus der Albani Brauerei in Odense, Dänemark. Das Testergebnis ist noch nicht online, dümpelt noch in einem meiner Notitzbücher. Das Etikett Motiv ist aber ganz sehenswert...

13.10.2010

dänisches

Da wären dann mal ein paar Fotos aus Dänemark. Erst mal ein paar weniger für die Sehenswürdigkeiten Kopenhagens repräsentative. Soll ja keine Werbeveranstaltung werden, hehe...

Werther leidet am königlichen Theater, die Memme

herbstliche Kletterpflanze am Dom von Roskilde

eines der gejagten Biere

Und, auch weil es sonst keiner in seinen Blog einfügt, Banausen..., noch mal was erzkitschiges von Gitte. Heute abend spiel ich die Platte und wenn ich aus der Wohnung fliege... gaaanz laut! Ahyeah!


Gitte »Ich hab´ die Liebe verspielt in Monte Carlo« (1974)

Selten ein Publikum gesehen, das dermaßen abgeht! ;o)

08.10.2010

keine Gitte, aber Bier, dafür auch schlechtes und auch noch Alejandro

Ich nehme es der Nation Dänemark persönlich krumm, dass ich keinen Sacond Hand-Laden finden konnte, der mir preiswert eine original dänisch gesungene Gitte-Vinylpressung überläßt. Das muss doch möglich sein, so klein ist Kopenhagen nun auch wieder nicht. Plattenläden ja, die neue Volbeat hoch und runter und auch sonst alles mögliche. Aber keine Gitte. Aber dank Netz, hol ich das jetzt selbst nach. Im örtlichen Radio scheint man sowas zugunsten von Alejandro & Co. auch zu ignorieren.


Gitte Hænning »Hollywood drømme« (1978)

Bin auch ordentlich bierfündig geworden, doch zum Erstaunen meines Gaumens und des Gesamtkörpers war verflucht viel widerliche Schlurkse (wie einer unserer aufmerksamen Mitarbeiter jetzt herausfand, ein echtes Unikat, hehe...) dabei. Na ja, der Wissenschaft zuliebe läßt man auch das über sich ergehen.

Nebenher wurden diverse Nobelpreise vergeben. Keiner für uns, aber was soll´s, gab halt wichtigere Dinge. Warum bei der Vergabe des Literaturpreise allerdings der allseits geschätzte Jungautor Hans Uwe Meyer Bug und dessen neueste Klappbroschüre »Sibiriens Tierwelt - Wo dem Igel fast das Glied abfriert« ignoriert wurde, weiß man nicht, will es aber auch gar nicht wissen.

Nu is aber gut für heute, kaum liegt Netz an meiner erbärmlichen Mobiltechnik an, fange ich auch umgehend an zu labern, was das Zeug hält. Obwohl: der Platz ist da. Andererseits: Lass ich´s lieber sein für heute, könnte ja auch noch einen gemütlichen machen... Mach ich!

Gut´s Nächtle zusammen, oder Godnat, wie der Däne sagt!

Frontpost II

Neben meiner Unterkunft ist ein Billiardzentrum (dessen Namen ich hier nicht preisgeben möchte, hehe). Die sind so cool, als Login und auch als Passwort für ihr drahtloses Internet ihren Namen zu verwenden. Hätte man eher draufkommen können. Nun also doch ein bisschen online.

In jedem Reiseführer wird dafür geworben, die dänische Haupstadt mit dem Fahrrad zu erkunden. Es gibt hier auch überall Ausleihstationen, oder man schleppt eben seinen eigenen Hirsch mit. Grandios! Überall Radwege mit eigenen Spuren, eigenen Ampeln und überall Fahrradfahrer. Hier trägt übrigens keiner die bei uns verbreiteten Helme, sondern ausschließlich diese geschlossenen. (Klickklack) Das ist wirklich eine entspannte Art, das kompakte Stadtzentrum kennen zu lernen. Die kleine Meerjungfrau wir momentan durch ein LCD-Display ersetzt; sie weilt im dänischen Pavillon auf der EXPO in China. Sonst ist es hier zum aushalten, nur das Wetter ist nur noch trübe. Daher gestern Abstecher nach Roskilde, was den Charme von Großenhain am Tag oder Freital bei Nacht oder umgekehrt oder beides zusammen hat, sonst aber drollig ist, wie alles hier.

Demnächst wieder zurück in old Germany. Bis neulich!

05.10.2010

Frontpost

Grüße aus Dänemark! Habe gerade die Gnade eines gratis W-Lan HotSpots erfahren. Daher eine kurze Zwischenmeldung.

Erste Erkenntnisse:

-viele Dänen sprechen komisch
-Schnitzel für 25 Euro sind Wucher, ihr Banditen!
-woanders hamse auch gutes Wetter
-blonde Menschen gibts auch hier, aber nicht alle nackig, wie z. B. in Schweden ;o)
-wohl dem, der eine Kiste einheimischen Getränks im Kofferraum sein eigen nennt

So, das wäre es fürs erste. Wenn wieder da, dann auch ein paar Bilder und so. Bis neulich!

02.10.2010

örpl invades danish capitol

Irgendwie mülle ich den Blog momentan tierisch zu. Hab wohl was nochzuholen oder vorzutippen oder einfach nur ein bisschen Durchzug im Oberstübchen. Man weiß es nicht. Soundrack dazu ist die im vorhergehenden Eintrag erwähnte Platte der Herren F. & N. - brilli ohne Ende!

Morgen geht es in Richtung Norden. Ganauer gesagt Richtung Dänemark, was mich als Gitte Hænning-Fan natürlich vor Vorfreude in Wallung bringt. Mittlerweile habe ich auch gelernt, mit dem diesbezüglichen Spott meiner dahingehend intoleranten Mitmenschen umzugehen. Wo früher noch seelische Narben entstanden, bin ich mittlerweile gelassen, lege den Tonarm aufs Gitte-Vinyl und wir, also Gitte und ich, wissen, die können uns alle mal! Aber ich schweife wahrscheinlich ab...


Gitte »So schön kann doch kein Mann sein« (gleichnamige Single, 1974)

Oh doch, Baby!

Was macht man sonst in Kopenhagen, außer natürlich die dortige Braukultur zu zerlegen? Auf dem Plan steht auf jeden Fall, die Szene aus »Nightwatch«, als die zwei Helden (einer davon gespielt vom großartigen Kim Bodnia) ans Hans Christian Andersen-Denkmal pinkeln, nachzustellen. Was auch sonst? Mal gucken, was sonst noch geht, Fotos gibt es hinterher. Weiß noch nicht, ob ich da ins weltweite Netz kann, weil zum einen nicht immer welches da sein muß und zum anderen mein Körper vielleicht nach den vielen Eindrücken, Getränkesorten und Gitte-Liedern am Ende des Tages nicht mehr in der Lage sein wird, hier rumzulurksen. Gucken wir mal. Morgen nach dem Frühstück noch mal Meldung vom heimischen PC, dann mal sehen.

Und bitte: keine Tränen zum Abschied, es geht uns allen an die Nieren! ;O)