Nun sind die Messen gelesen, der diesjährige Eurovision Song Contest hat ein Siegerlied, zum Vortrag gebracht durch Conchita Wurst aus Österreich (Österreich, Sie wissen schon, das sympathische Land in den Alpen, welches diesen Titel zum letzten mal 1966 durch »Merci, Chérie« von Udo Jürgens errang). »Rise Like A Phoenix« brachte den Sieg. Herzlichen Glückwunsch! ;o)
Conchita Wurst »Rise Like A Phoenix« (»The Wiener Takes It All«, 2014)
Und sonst? Ja, Peter Urban hatte natürlich keine neuen Texte, warum auch, macht ja Mühe und wir wollten ja heute nicht schwitzen... Die Niederlande landen auf dem zweiten Platz, nicht schlecht. Und, das wollte ich letztens schon erwähnen, die Idee, die Teilnehmer ihre Landesflaggen, mithilfe was auch immer zur Hand war, darzustellen zu lassen, war sehr schön, das hatte was unterhaltsames.
Elaiza »Is It Right« (»Gallery«, 2014)
Und während sich unsere Nachbarn die Punkte in alle Himmelsrichtungen zuschnippsten (wobei der 12er ein ums andere Mal bei den Ösis landete), gingen Elaiza aus Berlin ganz schön baden. So mies, wie die 39 Punkte, welche am Ende des Abends nicht mehr als einen 18. Platz (und das hinter Großbritannien, die ja bekanntlich beim ESC die Unterkante des guten Geschmacks darstellen) einbrachten, war die Nummer dann auch wieder nicht, aber was will man machen. Vielleicht sollten die Verantwortlichen doch noch mal ihre Einstellung zur Qualität des deutschen Vorentscheids überdenken. Aber nein, das werden sie nicht tun... wofür Elaiza am Ende auch nichts können, also Schwamm drüber.
Und nun genießen wir noch das Restwochenende und ruhen uns ein wenig aus, denn nach dem ESC ist vor dem ESC... ;o)
Stygg Sylt »Rock Turns To Water (2011 Mix)« (»Emelia EP«, 2011)
Stöberte gerade durch die Archive des Channel666 und stieß auf eine Abschrift aus den literarischen Untiefen des Jungautors Hans Uwe M. B., welche vor Jahren (ziemlich genau vor 6) auf der heimischen Webpräsenenz eine Urveröffentlichung erfuhr. Zu gut, oder zu schlecht - darüber werden folgende Generationen zu richten haben - um nicht an dieser Stelle wiederveröffentlicht zu werden. Viel... damit! ;o)
Iron Dogs »Razors Of Doom« (»Cold Bitch«, 2012)
»Geh noch nicht!« sagte Leonora zu Feldmarschall Kolibri. Dieser
hielt einen Moment inne. Wie schön sie doch war! Doch hatten die
Medikamente Nebenwirkungen? Oder waren ihm beim Kennenlernen, damals,
vor drei Jahren in Neapel, ihre Kotletten nicht aufgefallen? Nun lag sie
da und bat ihn zu bleiben. Ausgerechnet jetzt!
Die Mutter schrieb letzte Woche einen Brief. Er hätte ihn lesen
sollen. Stattdessen betrank er sich fürchterlich und sinnlos mit
deutschen Soldaten und warf die Zeilen seiner eigenen Mutter in den
Kamin. Nun auch noch Leonora. Soll ein Mann in solchen Momenten ein Mann
sein? Wann ist er ein Mann? Wenn er Mensch ist? Wenn Soldaten Männer
sind, Männer, die saufen und grölen, sind sie dann Menschen? Er sank in
der Ecke des Zimmers zusammen. Zwei Stunden lang.
»Tut mir leid...« brachte er mehr geflüstert als gesprochen über die
Lippen, welche darauf hin zu Leonoras fiebrig heißer Stirn glitten um
ihr einen letzten Kuss, ein au revoir zu geben.
Zwei Wochen später war er tot. Erschossen. Leonora starb,
mittlerweile schwer von Syphilis gezeichnet, 1679 nahe Suhl, auf das
Zischen der Guillotine wartend, an einer Lungenentzündung.
Wollte die ganze Zeit mal das sensationelle Lied »Emelia« (seit Wochen nicht mit den fiesesten Medikamenten wegzubekommender Mitgröhlohrwurm) von Stygg Sylt posten, aber irgendwie hat sich noch keiner bemüht, es mal bei YouTube hochzuladen. Also auf anderem Weg.
Da Meister Walleij seine Ergüsse ohnehin ins Netz stellt, sollen die drei Stücke der »Emelia EP« an dieser Stelle mal verlinkt werden. Los geht´s...
Großes Ballett! Runterladen, mitwippen, gut fühlen! Passt auch irgendwie als perfekter Soundtrack für den Frühling. Hinterm Monitor, draussen... ;o) Noch ne alte Schote...
Tassen raus, Friedhofstee! Heute ein paar Schnappschüsse vom St. Pauli Friedhof in Dresden. Da streiten sich die Gelehrten, welcher nun der schönste Friedhof in der Gegend sei, dieser, mit immerhin schon 150 Jahren auf dem bemoosten Buckel, gehört auf jeden Fall dazu. Er ist terrassenartig angelegt, insgesamt sehr grün (sogar zu dieser Jahreszeit - Unmengen Efeu) und beherbergt einige sehenswerte Gräber.
Der gestreckte Effenberg ist fürs finsterpissige Wetter - die Hälfte der Bilder ist verschwommen, neblig und, ähäm, nass. Aber wir kommen wieder!!! ;o)
Die Wallerts »Mandy das Nazimädchen« (»Raubkopiert«, 2010)
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Außerdem, das muss auch noch unterkommen hat Linus Walleij (C64-Freunde erinnern sich an Triad, wo er als King Fisher sein Unwesen trieb) sich ein halbes Menschenleben später befleißigt, den Stygg Sylt Klassiker »Rock Turns To Water« (seinerzeit mit Kaye Brewster, heute Electroluvs), respektive dessen furioses Ende zu remixen und zusammen mit einem neuen Lied der Welt zur Verfügung zu stellen (downloaden kann man das nebst aller anderen Stygg Sylt Lieder auf der entsprechenden Homepage).
Stygg Sylt »Rock Turns To Water 2011 Mix« (»Emelia«, 2011)