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15.03.2018

Frauen auf dem Friedhof Tolkewitz, Teil 3



Vor reichlich fünf Jahren hatten wir das Thema schon mal an dieser Stelle (Teil eins // Teil 2): die Darstellung weiblicher Figuren auf Dresdens schönstem Friedhof. Da er groß ist, und mit ein bisschen Schnee drüber eh alles anders aussieht, nun also, mit einiger Verspätung, ein dritter Teil. (Überschrift sollte erst »Tolkewitz, Frauen unter Zucker« heißen, wurde aber aus Rücksicht auf die Apothekenrundschau geändert...). So denn... ;o)

Die Magdalene Keibel Combo »Tschaka 2« (»Das gemeine Reitbein«, 1988)

20.02.2014

alles für die Katz

http://www.youtube.com/watch?v=zJePQyo6YsA

Aus unserer beliebten Reihe (urbane) Kunst mit dem Führer heute ein Exemplar von einer Wand irgendwo in der Dresdener Neustadt. Hätte fast perfekt zum 13. 2. gepasst, hätte, wenn die Vergesslichkeit nicht wäre... ;o)

Die Magdalene Keibel Combo »Tom Dooley« (»Das gemeine Reitbein«, 1988)

14.11.2013

Todeshusten (oder »Die dunkle Seite des Erkältungslöffels« [gaaanz alternativer Titel: »Jens Weißflog Mighty Ravendark«])

Nun isses ja in der heutigen Zeit (ja, die vielzitierte heutige Zeit, meine ich... Sie wissen schon: Fukushima, Wulff, Finanzkrise und nun auch noch olympische Winterspiele im Osterzgebirge) so eine Sache mit der Medizin. Auf der einen Seite wird sie immer ausgefeilter, erfolgreicher und natürlich teurer, auf der anderen Seite braucht man sich nur mal eine halbe Stunde in den Regen (besser: Schneeregen!) stellen, danach 12,5 Minuten Durchzug und schon ist man quasi unheilbar erkältet.

Habe es probiert, hat geklappt! Gestern gab es im Brustkorb nur unheimliche Geräusche zwischen 10.000 Orks greifen an! und Schiri, wir wissen wo dein Auto steht!, heute früh erwachte ich allerdings mit einem Krächzen, welches mich zu der Überzeugung kommen lies, dass Immortal unmöglich die alleinigen Credits an »Battles In The North« für sich beanspruchen könnten, da ja nur ich allein so ein garstiges Blashyrkh! (Gesundheit!) herausgehustet haben konnte.


Immortal »Blashyrkh (Mighty Ravendark)« (liva@ Wacken, 2007)

Sei´s drum. Was tun?

Nach längerem Sinnen entscheide ich mich die ganze Bude nach allen Filmen umzupflügen, in denen Hannes Jaenicke oder wenigstens Jan Josef Liefers eine Rolle spielen. Finde aber nur einen einzigen. Verdammt. Als ich also aufgeregt auf das Wiedergabegerät starre, erscheinen mir schon nach der zweieinhalbten Flasche Hustensaft die Ratiopharm-Zwillinge, welche mich milde anlächeln. Während mein versucht nonchalantes »Moin, Mädels!« in einem blutgurgelndem Röchelnd erstickt, verwandelnd sie sich in zwei Raben, und entfleuchen durch das wegen Defekts geöffnete Fenster in Richtung Tschechien. So was hab ich noch nie erlebt, ich schwör!

Also, rein ins Spaßmobil, niedrige Gänge, aber Vollgas und den Beiden gefolgt. Kurz hinter der Grenze verschwinden die beiden pechschwarzen Tiere kurz im Nebel, nur um kurz darauf als ein, noch größerer und ehrlich gesagt auch etwas furchteinflößender Rabe wieder aufzutauchen. Der Rabe lässt sich auf einem Baumstumpf nieder und spricht zu mir, mit menschlicher Stimme: »Wer bist du?«. Das frage ich mich auch gerade, nicht minder, wo ich hier eigentlich gelandet bin.

Ich will ihm sagen, wer ich bin, aber nach öffnen des Sprechwerkzeuges ertönt nur ein übles »Yyyyyyrrrrkh!«. Daraufhin verwandelt sich der Rabe in, eingefleischte Tschechientouristen erahnen es bereits, Rübezahl, Geist der Berge, Knilch mit gebogenem Wanderstab und bemooster Tabakpfeife, kleinster Nenner der unbekannten Teiler und was weiß ich nicht noch alles! Potz! Blitz! Auf meinen geröcheltes Husten bezogen, meint er: »Du bist Abbath, ich kenne deine Stimme von mehreren Immortal-Alben!«. Ich verneine kopfschüttelnd, will ihm erst das Märchen auftischen, dass ich im Namen der Königin im Wald nach Gold suchen müsse und mein Proviant fast erschöpft sei, besinne mich aber eines besseren (man weiß, wie so was ausgehen kann) erkläre ihm also »...ich bin der Octa aus Dresden...«, berichte in Ehrfurcht wahrheitsgemäß vom Schneeregen, vom Durchzug, Jan Josef und den Ratiopharm-Zwillingen, welche wie auf Stichwort in Form von in allen je gesehenen Farben schillernden Schmetterlingen auf beiden Schultern des Berggeistes Platz nehmen. Das wird ja immer schöner!

Er nimmt seinen verwunschenen Wanderstab, zeigt auf meine Brust (für einen Moment glaube ich, es sei der Geist von Kurt Felix, der mich vor feixender Masse glauben machen will, er könne meinen Körper durchbohren!) und analysiert: »Vitaminreiche Ernährung, Bewegung an der frischen Luft und der Verzicht auf manches Genussmittel hätten dich verschonen können, mein Sohn, aber nun, da es ist wie es ist, will ich dir helfen. Schließlich sind die ersten Immortal-Scheiben nicht schlecht.« Er will mir helfen, auch wenn er offenbar nicht zuhört. Die Diagnose aber ist erschütternd...

Eingangs sollte ich vielleicht erwähnen, dass die böhmische Daumenformel je mehr Konsonanten am Anfang der Krankeit, desto gefährlicher der Verlauf schon immer angsteinflößend auf mich wirkte. Dementsprechend geht dem nächsten Prustanfall ein leicht beeidruckendes Zittern voraus, nein, es ist eher begleitend. Wie auch immer, der alte Mann spricht tatsächlich von Smrtelná Nemoc! Die Todeskrankheit, der Husten des Elends, der Schnupfen des Verderbens. Verdammte Axt! Warum ausgerechnet ich?



Darauf wirbelt er den Stock, welcher eigentlich nur ein unförmiger Ast ist, durch die Luft, worauf ein paar Gegenstände erscheinen. Er spricht: »Hier, mein Sohn, habe ich etwas fantastisches für dich, den Würfel mit nur vier Seiten, er wird dich heilen!«. Boah! Mal ganz ehrlich, das ist wohl bis jetzt den wenigsten von euch selbst widerfahren!

Während ich diesen Würfel hin und her wende, erklärt mir der Berggeist, was ich sehe. Ein ungeeichtes Becherovka-Becherchen, mit dessen Inhalt schon die Altvorderen ihre Leiden kurierten, ein Liter Motorenöl zur äußeren Anwendung, eine Jiří Korn-LP, auf der  der Maestro seine größten Hits für die international begeisterte Hörerschaft auf englisch vorträgt und einen Kater namens Elvis.

Bestückt mit dieser Gabe stehe ich bedröppelt ins Tatü schniefend mitten in der böhmischen Pampa. Nun gestatte er mir nur noch eine Frage: was macht er so nah an der Grenze, ist seine Heimat nicht eher das Riesengebirge, an dessen schneebedeckten Hängen demnächst die alpinen Skiwettkämpfe der Altenberger Winterspiele stattfinden werden? Und was hat er nun wirklich mit den Zwillingen? Anstatt zu antworten, richtet er seinen Wanderstab erneut auf mich (hüstel) und verschwindet in Form eines Rehs, die Zwillinge hinterher, sie fallen als Schneeflocken unter einen sich nähernden Winterreifen eines allradbetriebenen Škoda Yeti.

Wenig später wache ich auf.

Auf dem Plattenteller versucht der tonabnehmende Arm erfolglos die letzte Rille der Jiří Korn-Platte zu greifen, der Kater Elvis niesst mich an. Jetzt hat es den auch noch erwischt... Also reibe ich ihn mit dem Motorenöl ein, trinke den Rest aus dem Becherovka-Napf und harre der Dinge, die da passieren. Wo kommen die restlichen drei Hustensaftflaschen her, verdammt noch mal?

Rübezahl - gute Nacht und gute Besserung. Hoffen wir´s. ;o)

Die Magdalene Keibel Combo »Beggeist« (»Das gemeine Reitbein«, 1988)

20.02.2010

Schön hässlich

Ups, schon der dritte Eintrag für heute, aber drauf gesch..., der Platz ist da. Am Ende des Tages, könnte ich mich stundenlang über folgendes, von Herrn Lorenz (Feeling B.) verzapftes Monument beömmeln...


Feeling B »Hässlich« (»Grün und blau«, 2007)

Werde heute sicher schmunzelnd einschlafen. Und mit ein wenig Glück morgen ömmelnd wieder aufwachen. :o)

PS: Da auf der posthum erschienenen Compilation »Grün und blau« erschienen und rein vom Stil her, könnte das Lied auch von der Resterampe von Die Magdalene Keibel Combo sein. Aber das nur am Rande und der Vollständigkeit halber.

09.10.2009

Du hast mich angeschmiert

Dieses (Pracht-)Stück namens »Du hast mich angeschmiert« von der ruhmreichen Magdalene Keibel Combo kam zwar in diesem Blog schon einmal zu Ehren, aber das hier zu sehende Bildmaterial ist auch nicht von schlechten Eltern. Sind ja keine offiziellen Clips, sondern von irgendwelchen Freunden der youtubesken Künste mit Bildern veredelte Musikstücke. Kunst aber auf jeden Fall...

07.08.2009

Blaubeeren essen


Und noch was zur Steigerung der guten Laune. Die Magdalene Keibel Combo »Du hast mich angeschmiert« (aus »Das gemeine Reitbein«, 1988). Gibt leider wieder nur so ne blöde Montage, kein richtiges Video, aber hier geht´s ja auch vorrangig um das an sich brilliante Lied.

26.07.2009

Die Magdalene Keibel Combo

Momentan durchwühle ich gerade etwas mehr als 400 Seiten gebundenes Papier mit dem Titel »Mix mir einen Drink - Punk im Osten«, welches sich um Feeling B im allgemeinen mit Brennpunkt auf den 2000 verstorbenen Aljoscha Rompe im speziellen dreht. Für den geneigten Fan eine Offenbarung! Dabei stolperte ich immer wieder über die Magdalene Keibel Combo (muss zugeben, dass war bis dato aus meinem bescheidenen Gehirn gelöscht), welche Flake Lorenz und Paul Landers (heute Rammstein) gründeten um diversen Quatsch zu veranstalten, den sie bei Feeling B nicht unterbringen konnten. Irgendwann wurden einige Ergüsse auch mal unter dem Titel »Das gemeine Reitbein« für die Nachwelt veröffentlicht. Aus diesem Liederreigen kann man unter anderem Tom Dooley wärmstens empfehlen...


Wohl nur übertroffen durch »Graf Zahl«. ;-) Man sollte die ganze Scheibe gehört haben und die, die das damals live miterleben durften, werden sagen, so was geht nur live gut. Durch das Pech der Geburt am falschen Ort zur falschen Zeit gelang das nicht jedem. Da die Scheibe momentan nicht mal über eBay erhältlich ist, kann man aber auch noch auf die gängigen Quellen wie YouTube zum Zweck des kurzen reinhörens zurückgreifen.


Ganz große Volkskunst!