Dort angekommen (gerade als junger Mensch lernt man ja jeden Tag noch was Neues!) verteilten womöglich leicht verwirrte oder gut informierte Personen Infozettel, wie den hier abgebildeten. Edeka ist Krieg! War nicht neu, schon mal nachmittags um vier dreiseitig mit vollen Einkaufswagen vor dem Süßwarenregal eingeklemmt worden? Natürlich!
Nichts desto oder gerade deshalb und so... gab es natürlich, der jugendlichen Unerschrockenheit zu danken, allerhand Buntes aus dem Kriegsgebiet auf dem Tisch zu bestaunen. Kleiner Tipp am Rande: Zigeuner(obwohl ich mir ob der politischen Korrektheit dieses Begriffes nicht ganz sicher bin)sauce mit Himbeerbrause geht gar nicht! Schreib ich hier auf, damit ich´s beim nächsten Mal nachlesen kann.
Aber nun zum eigentlich erstaunlichen Teil. Ist ja Frühling, also blüht es. Und wo es blüht, sind die lieben Bienen nicht weit. So weit so normal. Die hier lebenden Exemplare sind wahrscheinlich durch irgendwelche Lebensmittelreste aus dem Kriegsgebiet größer (fotografieren konnte ich keine - zu gefährlich - sooolche Stachel!)
Durch ihre Größe haben sie aber eine andere Arbeitsweise, als die handelsübliche Biene. Wie man sieht, benutzt sie Gläser an Stricken. Diese werden eines nach dem anderen befüllt, schrittweise, und wenn das hinterste voll ist, kommen vier Trägerbienen hängen alle Gläser eine Position um, nach dem sie das volle mitgenommen haben und ersetzen den letzten leergewordenen Platz durch ein leeres Glas. Und das teilweise mehrere Stunden am Tag. Das Ganze lassen die Einheimischen dann in kühlen Kellern reifen... eine Spezialität, wie es sie sonst nirgends gibt!
Ich bin ein bisschen abgeschwiffen, glaupich. Um es kurz zu machen: Danke für die Einladung und den Honig! ;o)
Welle Erdball »8-bit Märchenland« (»Nur tote Frauen sind schön«, 2003)
