Dieser Tage kann man in ausgewählten Kinos die Fortsetzung des Erfolgs »Don´t Breathe« sehen. Regie führte der eigentlich fürs Drehbuch zuständige Rodo Sayagues, da Fede Alvarez dies aus Zeitgründen nicht selbst auf die Kette bekam, aber immerhin auch am Drehbuch werkelte und nebst Sam Raimi als Produzent in Erscheinung tritt. Kann schon mal nicht viel schiefgehen.
Der blinde Mann aus Teil 1 (erneut von Stephen Lang verkörpert) ist mittlerweile Ziehvater für das Mädchen Phoenix. Er beschult sie in seinem Haus und zieht mit ihr ein Übelebenstraining durch, alles am Rande der Stadt, isoliert von der Öffentlichkeit. Eine Bekannte namens Hernandez ist die einzige, mit der die kleine Phoenix ab und an mal in die Stadt oder zu ihrem abgefackelten Geburtshaus kommt. Auf einem dieser Ausflüge wird sie von einem fremden Mann angesprochen, kann ihn aber abservieren und wird außerdem von ihrem Hund Shadow beschützt.
Der Fremde folgt ihnen aber samt ein paar finsteren Kumpanen und schon bald sind Hernandez und Shadow tot. (Mittelfinger an dieser Stelle an die Girls vor mir, schaffen es 90 Minuten im Kino zu quatschen und zwischendurch Wer ist eigentlich Shadow? zu fragen... Kinders!)
Die Bande bricht in das Haus ein, schlägt den blinden Mann nieder (da haben sie sich natürlich den Falschen ausgesucht) und versucht das Mädchen in ihre Gewalt zu bringen...
Ich war, ob des ersten Teils, positiv gespannt und der Film hat zu keiner Sekunde enttäuscht. Ordentliches Tempo, gute Spannung, hübsche Bilder und gute Schauspieler (allen voran Madelyn Grace als Phoenix, Respekt!) - so muss das sein. Freut man sich auf Teil 3! ;o)
Enslaved »Ruun II - The Epitaph« (»Caravans To The Outer Worlds«, 2021)
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05.10.2021
26.08.2021
Courage
Heute soll es mal um etwas anderes, als die, an dieser Stelle, für gewöhnlich etwas groberen vorgestellten Filme gehen. Die Rede ist von einem Dokumentarfilm des Filmemachers Aliaksei Paluyan, welcher derzeit in ausgewählten Lichtspielhäusern gezeigt wird und, wie man beim Erleben des Werks feststellen wird, den passenden Titel »Courage« trägt. Zentrales Thema sind die Prosteste, die 2020 Hunderttausende Menschen des Landes abhielten, um gegen die Präsidentschaftswahl (deren Ergebnis natürlich zu Gunsten des ewigen Machtinhabers gedeutet wurden) zu protestieren.
Die Hauptprotagonisten sind Maryna, Denis und Pavel, ihres Zeichens Schauspieler einer systemkritischen Theatergruppe. Sie verließen das staatliche Theater Minsk, um fortan im neu gegründeten Belarus Free Theatre zu spielen und in ihren Stücken die autokratische Regierung und die staatliche Gewalt gegenüber den Bürgern ihrer Heimat zu kritisieren. Der Regisseur lebt mittlerweile im Exil und wird für die Proben per Skype zugeschaltet. Alles läuft im Untergrund, wer mitmacht, oder zuschaut, riskiert Repressalien oder Haft. Zwischen der Tätigkeit für das Theater, schließt man sich den immer größer werdenden Protesten an, oder organisiert diese mit.
Der Film zeigt teils sehr beklemmende, weil autentische Szenen, zum Beispiel, wenn einfache Menschen schwer bewaffneten OMON (Spezialeinheit der Regierung) Männern gegenüberstehen und sich die Atmosphäre aufheizt. Auch der tägliche Überlebenskampf der Theaterleute ist ein hartes Thema - andererseits versprüht deren scheinbar unbirrbarer Einsatz ebenso Optimismus, wie die immer größer werdenden Protesten, vor allem in den Straßen von Minsk, oder auch Bilder, in denen Demonstrierende Blumen an die Schilde der OMON stecken und diese vorübergehend die Waffen senken.
Insgesamt ein intenives Erlebnis (schöne Grüße, an alle, die an dem Abend in Dresden dabei waren, inklusive der begleitenden Veranstaltung).
Brutto »Гарри«
Die Hauptprotagonisten sind Maryna, Denis und Pavel, ihres Zeichens Schauspieler einer systemkritischen Theatergruppe. Sie verließen das staatliche Theater Minsk, um fortan im neu gegründeten Belarus Free Theatre zu spielen und in ihren Stücken die autokratische Regierung und die staatliche Gewalt gegenüber den Bürgern ihrer Heimat zu kritisieren. Der Regisseur lebt mittlerweile im Exil und wird für die Proben per Skype zugeschaltet. Alles läuft im Untergrund, wer mitmacht, oder zuschaut, riskiert Repressalien oder Haft. Zwischen der Tätigkeit für das Theater, schließt man sich den immer größer werdenden Protesten an, oder organisiert diese mit.
Der Film zeigt teils sehr beklemmende, weil autentische Szenen, zum Beispiel, wenn einfache Menschen schwer bewaffneten OMON (Spezialeinheit der Regierung) Männern gegenüberstehen und sich die Atmosphäre aufheizt. Auch der tägliche Überlebenskampf der Theaterleute ist ein hartes Thema - andererseits versprüht deren scheinbar unbirrbarer Einsatz ebenso Optimismus, wie die immer größer werdenden Protesten, vor allem in den Straßen von Minsk, oder auch Bilder, in denen Demonstrierende Blumen an die Schilde der OMON stecken und diese vorübergehend die Waffen senken.
Insgesamt ein intenives Erlebnis (schöne Grüße, an alle, die an dem Abend in Dresden dabei waren, inklusive der begleitenden Veranstaltung).
Brutto »Гарри«
10.07.2019
Verachtung (Journal 64)
Hat ein bisschen gedauert, ehe der nächste Teil der Verfilmungen um Jussi Adler Olsens Sonderdezernat Q in die Kinos kam. Nun war es weit - Pflichttermin! Im Original heißt der Film, wie auch die Romanvorlage, »Journal 64«.
Carl Mørck (wie immer schön grantig: Nikolaj Lie Kaas), Sonderermittler für ungelöste Fälle und sein Assistent Assad (Fares Fares) stoßen auf ihrer Suche nach einer, seit 1987 vermisste Prostituierten auf weitere verschwundene Personen. Die Spur führt schließlich auf die Insel Sprogø, wo sich einst eine Besserungsanstalt für nicht gesellschaftskonforme Mädchen und Frauen befand (traurige Wahrheit: Die Insel gibt es wirklich, die Anstalt gab es auch. Über die Jahre wurden schätzungsweise bis zu Zehntausend [Zwangs-]Sterilisationen vorgenommen.). Doch auch in der Gegenwart rotieren finstere Mächte im Hintergrund und alles führt zusammen...
Die Atmosphäre stimmt dank der Bilder und der schauspielerischen Leistungen, eben typisch skandinavischer Krimi. Fans der Reihe werden also bestens bedient, allen anderen kann nur empfohlen werden mal ein Auge zu riskieren.
Das Einzige, was mich persönlich gewundert hat, ist die Altersfreigabe. Sonst denkt man manchmal Warum, so schlimm isses nicht...?, aber dieser Streifen bekam trotz (un-)appetitlicher Leichenpräsentation und Darstellung von sexueller Gewalt eine P12-Freigabe. Seltsam - aber dies nur als Randnotiz.
Björk »Pagan Poetry« (»Vespertine«, 2001)
Carl Mørck (wie immer schön grantig: Nikolaj Lie Kaas), Sonderermittler für ungelöste Fälle und sein Assistent Assad (Fares Fares) stoßen auf ihrer Suche nach einer, seit 1987 vermisste Prostituierten auf weitere verschwundene Personen. Die Spur führt schließlich auf die Insel Sprogø, wo sich einst eine Besserungsanstalt für nicht gesellschaftskonforme Mädchen und Frauen befand (traurige Wahrheit: Die Insel gibt es wirklich, die Anstalt gab es auch. Über die Jahre wurden schätzungsweise bis zu Zehntausend [Zwangs-]Sterilisationen vorgenommen.). Doch auch in der Gegenwart rotieren finstere Mächte im Hintergrund und alles führt zusammen...
Die Atmosphäre stimmt dank der Bilder und der schauspielerischen Leistungen, eben typisch skandinavischer Krimi. Fans der Reihe werden also bestens bedient, allen anderen kann nur empfohlen werden mal ein Auge zu riskieren.
Das Einzige, was mich persönlich gewundert hat, ist die Altersfreigabe. Sonst denkt man manchmal Warum, so schlimm isses nicht...?, aber dieser Streifen bekam trotz (un-)appetitlicher Leichenpräsentation und Darstellung von sexueller Gewalt eine P12-Freigabe. Seltsam - aber dies nur als Randnotiz.
Björk »Pagan Poetry« (»Vespertine«, 2001)
26.06.2019
The Dead Don´t Die
Das sind keine gewöhnlichen Verkehrsteilnemer.
(Bill Murray über Zombies)
Unter der Regie von Jim Jarmusch entstand diese Zombie-Komödie, welche 2019 die Kinos der Welt erblickte. Angeführt wird das Ganze von eingangs erwähntem Bill Murray, Tilda Swinton und Tom Waits, sowie einer ellenlangen Liste von Stars und Sternchen, die größtenteils aus Jarmuschs Freundeskreis rekrutiert wurden.
Ein Nest am Ende der Welt namens Centerville. Dort leben unter anderem der Einsiedler Bob (Waits) und ein paar Polizistzen. Diese müssen den uneinsichtigen Waldschrat verwarnen, da er von einem Farmer (Steve Buscemi) beschuldigt wurde, eines seiner Hühner gestohlen zu haben. Business as usual, bis dahin. Währenddessen verschwinden nach und nach noch mehr Haustiere. Katzen, Hunde, sogar Kühe. Und noch mehr Hühner. Außerdem gerät der Tag-Nacht-Rhythmus irgendwie durcheinander. Die Medien berichten von Fracking an den Polkappen und eine damit verbundene Verschiebung der Erdachse. Der Mond leuchtet auch seltsam und schließlich verlassen die ersten Untoten ihre Gräber. Wie sich herausstellt, tun diese Zombies am liebsten, was sie vor dem Tod auch schon taten, also zur Schule gehen, Medikamente kaufen, oder eben Kaffee trinken. Zwischendurch tun sie natürlich, was Zombies so tun: arglosen Bürgern die Gedärme rausfuttern...
Mal abgesehen davon, dass die Handlung und die Umgebung schon herrlich verschroben sind, ebenso wie der teils gut abgehangene Humor der Dialoge, verleiht das Schauspielensemble diesem Streifen endgültig die nötige Kauzigkeit, um am Ende im Gedächtnis zu bleiben. Einzig der moralisch erhobene Finger zum Ende wäre verzichtbar gewesen, man rafft es auch so, aber geschenkt, das tut der Sache keinen Abbruch - beste Unterhaltung, danke dafür! ;o)
Sturgill Simpson »The Dead Don´t Die« (2019)
(Bill Murray über Zombies)
Unter der Regie von Jim Jarmusch entstand diese Zombie-Komödie, welche 2019 die Kinos der Welt erblickte. Angeführt wird das Ganze von eingangs erwähntem Bill Murray, Tilda Swinton und Tom Waits, sowie einer ellenlangen Liste von Stars und Sternchen, die größtenteils aus Jarmuschs Freundeskreis rekrutiert wurden.
Ein Nest am Ende der Welt namens Centerville. Dort leben unter anderem der Einsiedler Bob (Waits) und ein paar Polizistzen. Diese müssen den uneinsichtigen Waldschrat verwarnen, da er von einem Farmer (Steve Buscemi) beschuldigt wurde, eines seiner Hühner gestohlen zu haben. Business as usual, bis dahin. Währenddessen verschwinden nach und nach noch mehr Haustiere. Katzen, Hunde, sogar Kühe. Und noch mehr Hühner. Außerdem gerät der Tag-Nacht-Rhythmus irgendwie durcheinander. Die Medien berichten von Fracking an den Polkappen und eine damit verbundene Verschiebung der Erdachse. Der Mond leuchtet auch seltsam und schließlich verlassen die ersten Untoten ihre Gräber. Wie sich herausstellt, tun diese Zombies am liebsten, was sie vor dem Tod auch schon taten, also zur Schule gehen, Medikamente kaufen, oder eben Kaffee trinken. Zwischendurch tun sie natürlich, was Zombies so tun: arglosen Bürgern die Gedärme rausfuttern...
Mal abgesehen davon, dass die Handlung und die Umgebung schon herrlich verschroben sind, ebenso wie der teils gut abgehangene Humor der Dialoge, verleiht das Schauspielensemble diesem Streifen endgültig die nötige Kauzigkeit, um am Ende im Gedächtnis zu bleiben. Einzig der moralisch erhobene Finger zum Ende wäre verzichtbar gewesen, man rafft es auch so, aber geschenkt, das tut der Sache keinen Abbruch - beste Unterhaltung, danke dafür! ;o)
Sturgill Simpson »The Dead Don´t Die« (2019)
reingefruttelt von
Octapolis
Labels:
Bill Murray,
Horrorfilm,
Kino,
Komödie,
Soundtrack,
Zombies
20.03.2019
Lords Of Chaos
Recht frisch ist der Film »Lords Of Chaos«, einer britisch-schwedischen Koproduktion, gedreht 2018, in die Kinos gekommen 2019. Der Streifen behandelt, in Anlehnung an das gleichnamige Buch, die Geschehnisse in der norwegischen Black Metal Szene Anfang der 1990er, rund um die Schlüsselfiguren Euronymus und Varg Vikernes.
Eine Inhaltsangabe fällt schwer, da eingschlägige Fanschichten sämtliche Ereignisse kennen, der Rest erstmal nur Bahnhof verstehen wird. Versuchen wir es trotzdem...
Mayhem-Gitarrist Øystein »Euronymus« Aarseth ist auf der Suche nach einem möglichst intensiven Sänger für seine Band und wird schließlich im schwer depressiven Per »Dead« Yngve Ohlin fündig. Sie werden Freunde und arbeiten fortan an Øysteins Vision dessen, was als True Norwegian Black Metal in die Musikgeschichte eingehen wird. Als sich Dead per Gewehrschuss in den Kopf tötet, nutzt der Gitarrist die Gunst der Stunde und macht Fotos vom Ort des Geschehens, um durch deren Verbreitung seiner Band eine dunklere Aura zu verleihen. Wenig später betritt ein gewisser Kristian Vikerenes, der ab sofort nur noch »Varg« genannt werden möchte, die Szenerie, anfangs als schüchterner Fanboy, aber mit klaren Vorstellungen von seiner Musik. Während Euronymus, der mittlerweile den sagenumwobenen Plattenladen Helvete in Oslo und ein Plattenlabel betreibt, gern von Umstrukturierung der Gesellschaft und Unterdrückung durch die Kirche fabuliert und eher aus geschäftlichen Gründen den Gehörnten anbetet, macht Einzelgänger Varg Nägel mit Köpfen und startet eine Reihe von Brandstiftungen an historischen Gotteshäusern. Der dadurch entstandene Konkurrenzkampf und zusätzlicher Streit über geschäftliche Belange ließen aus der Beziehung (Freundschaft wohl nicht) der Hauptprotagisten am Ende bittere Feindschaft werden, die bekanntermaßen darin gipfelte, das Vikernes zu Aarseths Mörder wurde...
Man sollte sich im Klaren sein, dass es sich hier um einen Spielfilm, nicht um eine Dokumentation handelt. Nun wurde genügend über die Detailgetreue sinniert und diskutiert (»based on truth and lies...«, wie es im Vorspann heißt); wie es denn nun wirklich war, das wissen nur die Beteiligten, das sollte man ausblenden. Ansonsten ist der Film gut gelungen, anfängliche Befürchtungen, sich über die Distanz von 118 Minuten einem Fremdschämmarathon auszusetzen, bleiben einem, Dank gelungenem Cast (aus deutscher Sicht passt ein Ochsenknecht nur bedingt in die Kulisse, aber prima, er hat nicht viel Text, hehe) und eines lockeren Erzählstils, erspart. Insgesamt hat man aber das Gefühl, dass die Ereignisse gut erzählt sind, und die Schicksale der Charaktere, die ja keineswegs true oder evil, sondern in die norwegische Mittelschicht geboren wurden, mit Respekt abgehandelt wurden.
Gut gelungen sind für den kleinen Gorefreund Euronymus' Albtraumsequenzen, da hat man sich Regisseur Jonas Åkerlund was einfallen lassen, ebenso bei den Kirchenbränden. Etwas mehr Black Metal im Soundrack (dafür etwas weniger Sigur Rós, aber man will ja nicht meckern) wäre sicher gut gewesen. Aber das war wohl eine Frage der Rechte. Alle, die die Materie eh schon aus dem Effeff runterbeten können, werden gut unterhalten, Leute, die Darkthrone kaum von Real Madrid unterscheiden können, lernen hier etwas über jüngere (Anti-)Popkultur, bzw. deren Anfängen.
Zum Schluss noch mein persönlicher Lieblingsommentar unter einem der zahlreichen Kommentare, die Monsieur Cachet (höhö) auf seinem YouTube-Kanal gepostet hat...: »Quick! How can we make Varg look even more insane?« - Åkerlund: »Oh! Have him drink chocolate milk while killing Euronymous!«... ;o)
Burzum »A Lost Forgotten Sad Spirit« (»Aske«, 1992)
Eine Inhaltsangabe fällt schwer, da eingschlägige Fanschichten sämtliche Ereignisse kennen, der Rest erstmal nur Bahnhof verstehen wird. Versuchen wir es trotzdem...
Mayhem-Gitarrist Øystein »Euronymus« Aarseth ist auf der Suche nach einem möglichst intensiven Sänger für seine Band und wird schließlich im schwer depressiven Per »Dead« Yngve Ohlin fündig. Sie werden Freunde und arbeiten fortan an Øysteins Vision dessen, was als True Norwegian Black Metal in die Musikgeschichte eingehen wird. Als sich Dead per Gewehrschuss in den Kopf tötet, nutzt der Gitarrist die Gunst der Stunde und macht Fotos vom Ort des Geschehens, um durch deren Verbreitung seiner Band eine dunklere Aura zu verleihen. Wenig später betritt ein gewisser Kristian Vikerenes, der ab sofort nur noch »Varg« genannt werden möchte, die Szenerie, anfangs als schüchterner Fanboy, aber mit klaren Vorstellungen von seiner Musik. Während Euronymus, der mittlerweile den sagenumwobenen Plattenladen Helvete in Oslo und ein Plattenlabel betreibt, gern von Umstrukturierung der Gesellschaft und Unterdrückung durch die Kirche fabuliert und eher aus geschäftlichen Gründen den Gehörnten anbetet, macht Einzelgänger Varg Nägel mit Köpfen und startet eine Reihe von Brandstiftungen an historischen Gotteshäusern. Der dadurch entstandene Konkurrenzkampf und zusätzlicher Streit über geschäftliche Belange ließen aus der Beziehung (Freundschaft wohl nicht) der Hauptprotagisten am Ende bittere Feindschaft werden, die bekanntermaßen darin gipfelte, das Vikernes zu Aarseths Mörder wurde...
Man sollte sich im Klaren sein, dass es sich hier um einen Spielfilm, nicht um eine Dokumentation handelt. Nun wurde genügend über die Detailgetreue sinniert und diskutiert (»based on truth and lies...«, wie es im Vorspann heißt); wie es denn nun wirklich war, das wissen nur die Beteiligten, das sollte man ausblenden. Ansonsten ist der Film gut gelungen, anfängliche Befürchtungen, sich über die Distanz von 118 Minuten einem Fremdschämmarathon auszusetzen, bleiben einem, Dank gelungenem Cast (aus deutscher Sicht passt ein Ochsenknecht nur bedingt in die Kulisse, aber prima, er hat nicht viel Text, hehe) und eines lockeren Erzählstils, erspart. Insgesamt hat man aber das Gefühl, dass die Ereignisse gut erzählt sind, und die Schicksale der Charaktere, die ja keineswegs true oder evil, sondern in die norwegische Mittelschicht geboren wurden, mit Respekt abgehandelt wurden.
Gut gelungen sind für den kleinen Gorefreund Euronymus' Albtraumsequenzen, da hat man sich Regisseur Jonas Åkerlund was einfallen lassen, ebenso bei den Kirchenbränden. Etwas mehr Black Metal im Soundrack (dafür etwas weniger Sigur Rós, aber man will ja nicht meckern) wäre sicher gut gewesen. Aber das war wohl eine Frage der Rechte. Alle, die die Materie eh schon aus dem Effeff runterbeten können, werden gut unterhalten, Leute, die Darkthrone kaum von Real Madrid unterscheiden können, lernen hier etwas über jüngere (Anti-)Popkultur, bzw. deren Anfängen.
Zum Schluss noch mein persönlicher Lieblingsommentar unter einem der zahlreichen Kommentare, die Monsieur Cachet (höhö) auf seinem YouTube-Kanal gepostet hat...: »Quick! How can we make Varg look even more insane?« - Åkerlund: »Oh! Have him drink chocolate milk while killing Euronymous!«... ;o)
Burzum »A Lost Forgotten Sad Spirit« (»Aske«, 1992)
reingefruttelt von
Octapolis
22.04.2018
Meg Trailer
Freunde des gepflegten Haifilms können sich nen Knoten ins Taschentuch machen. Voraussichtlich am 30. August gibt´s frisch Gehacktes. Jason Statham vs. Megalodon! Wenn das nichts ist... ;o)
Kalmydia »Mä lähden himaan« (»Los Celibatos«, 1991)
29.06.2017
Monsieur Pierre geht online
Aktuell kann man in deutschen Kinosälen »Monsieur Pierre geht online« (frz. Original: »Un profil pour deux«) sehen. Auffälligster Name dieser Komödie ist Pierre Richard. Alte Bekannte sieht man immer gern, also nichts wie hin! ;o)
Im Zentrum der Handlung steht der Maestro selbst - er spielt einen alten Herren, welcher seit dem Tod seiner Frau das Haus praktisch nicht mehr verlässt. Ums Nötigste, wie Einkäufe, kümmert sich seine Tochter. Mit seiner Enkelin redet der alte Kauz nicht mehr, da ihm nicht passt, dass sie ihren Freund abserviert hat. Nun hat eben jene Enkelin einen neuen Freund, einen eher erfolglosen Drehbuchautor. Da dieser ständig knapp bei Kasse ist, bittet ihn die Mutter dem Alten gegen ein kleines Salär Computerunterricht zu geben.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten (kennt vielleicht mancher, der schon mal versucht hat jemandem ein oder zwei Generationen vor einem selbst ähnliche Dinge zu erklären) führt es dazu, dass der alte Pierre via Onlinepartnerbörse eine junge Belgierin kennenlernt. Da er sich aus Unsicherheit aber mit dem Bild und Alter seines Computerlehrers angemeldet hat, muss er diesen überreden für ihn zum ersten Date nach Brüssel zu fahren...
Das Ensemble ist charmant, die Handlung manchmal komisch, manchmal herzig. Seichte Unterhaltung mit einem sehr zuckerwattigem Finale - perfektes Sommerkino! ;o)
Jacques Brel »Les bergers« (1976)
Im Zentrum der Handlung steht der Maestro selbst - er spielt einen alten Herren, welcher seit dem Tod seiner Frau das Haus praktisch nicht mehr verlässt. Ums Nötigste, wie Einkäufe, kümmert sich seine Tochter. Mit seiner Enkelin redet der alte Kauz nicht mehr, da ihm nicht passt, dass sie ihren Freund abserviert hat. Nun hat eben jene Enkelin einen neuen Freund, einen eher erfolglosen Drehbuchautor. Da dieser ständig knapp bei Kasse ist, bittet ihn die Mutter dem Alten gegen ein kleines Salär Computerunterricht zu geben.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten (kennt vielleicht mancher, der schon mal versucht hat jemandem ein oder zwei Generationen vor einem selbst ähnliche Dinge zu erklären) führt es dazu, dass der alte Pierre via Onlinepartnerbörse eine junge Belgierin kennenlernt. Da er sich aus Unsicherheit aber mit dem Bild und Alter seines Computerlehrers angemeldet hat, muss er diesen überreden für ihn zum ersten Date nach Brüssel zu fahren...
Das Ensemble ist charmant, die Handlung manchmal komisch, manchmal herzig. Seichte Unterhaltung mit einem sehr zuckerwattigem Finale - perfektes Sommerkino! ;o)
Jacques Brel »Les bergers« (1976)
reingefruttelt von
Octapolis
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Kino,
Komödie
07.02.2017
Rings
Winter 2017, Samara is back! Der Gang ins Kino lohnt sich, soviel sei schon mal verraten...
Im Zentrum der Handlung steht das Pärchen Julia und Holt. Er muss für eine bestimmte Zeit an die Uni. Als er sich von einem Tag auf den anderen nicht mehr meldet, wird Julia misstrauisch und fährt hin. Angekommen stellt sie fest, dass Holt sie vor dem bewahren wollte, was mehrere Studenten unter Anleitung des Professors (Johnny Galecki, Leonard aus The Big Bang Theory) schon passiert ist: sie sahen sich nichts ahnend das berühmte Video an und nun wird einer nach dem anderen sterben. Die unerschrockene Julia sieht daraufhin ebenfalls das Video, allerdings ist ihres um einiges länger und reicher an Informationen. Samara scheint sie zu rufen...
Schauen Sie das besser nicht (und falls doch, dann vorher Telefon stumm schalten...)! ;o)
In manch einschlägigem Forum wird nicht viel gutes zu »Rings« gesagt (während die Meckerer stets in der Mehrzahl sind - bei jedem Thema), aber viele bemängeln den Film in Bezug auf seinen Vorgänger (Leute, Fortsetzungen gehören zu diesem Genre wie Bang zu Olufsen...) oder möglichen Nachfolger (jaaa, auch wenn das jetzt etwas spoilert... es deutet sich weiteres Ungemach an). Genau das sollte man nicht tun. Technisch, mit guter Spannung und eben Samara, die unwiderstehlich aus TV-Geräten tropft mischt der Film locker am oberen Ende der Liga mit. Oder wie eingangs schon erwähnt: Uneingeschränkte Guckempfehlung! ;o)
Type O Negative »Light My Fire«
Im Zentrum der Handlung steht das Pärchen Julia und Holt. Er muss für eine bestimmte Zeit an die Uni. Als er sich von einem Tag auf den anderen nicht mehr meldet, wird Julia misstrauisch und fährt hin. Angekommen stellt sie fest, dass Holt sie vor dem bewahren wollte, was mehrere Studenten unter Anleitung des Professors (Johnny Galecki, Leonard aus The Big Bang Theory) schon passiert ist: sie sahen sich nichts ahnend das berühmte Video an und nun wird einer nach dem anderen sterben. Die unerschrockene Julia sieht daraufhin ebenfalls das Video, allerdings ist ihres um einiges länger und reicher an Informationen. Samara scheint sie zu rufen...
Schauen Sie das besser nicht (und falls doch, dann vorher Telefon stumm schalten...)! ;o)
In manch einschlägigem Forum wird nicht viel gutes zu »Rings« gesagt (während die Meckerer stets in der Mehrzahl sind - bei jedem Thema), aber viele bemängeln den Film in Bezug auf seinen Vorgänger (Leute, Fortsetzungen gehören zu diesem Genre wie Bang zu Olufsen...) oder möglichen Nachfolger (jaaa, auch wenn das jetzt etwas spoilert... es deutet sich weiteres Ungemach an). Genau das sollte man nicht tun. Technisch, mit guter Spannung und eben Samara, die unwiderstehlich aus TV-Geräten tropft mischt der Film locker am oberen Ende der Liga mit. Oder wie eingangs schon erwähnt: Uneingeschränkte Guckempfehlung! ;o)
Type O Negative »Light My Fire«
18.10.2016
Die Insel der besonderen Kinder
Zufall: vor ein paar Wochen klappte ich den fantastischen Roman »Die Insel der besonderen Kinder« aus der Feder von Ransom Riggs zu. Hat mir entgegen der Warnung der Buchbesitzerin (danke für´s Ausleihen noch mal!) ziemlich gut gefallen. Ein paar Tage danach sah ich dann den ersten Trailer zum Film. Also ab ins Lichtspielhaus des Vetrauens.
Der 16jährige Jacob findet seinen Großvater Abe nachts kurz vor dessen Ableben hinterm Haus. Der Alte teilt im noch etwas mit, bevor er stirbt. Anfangs stellen die letzten Worte über Insel, Schleife und so weiter keinen Zusammenhang dar. Der Junge leidet unter dem Verlust des Großvaters, welcher ihn über die Kindheit stets mit Geschichten, bevorzugt über besondere Kinder, mit denen Opa als junger Mensch Jahre in einem Kinderheim verbrachte, unterhielt. Als Jacob, mehr durch Zufall, erfährt, um welche Insel es sich handelt auf der sich besagtes Heim befinden soll, leiert er seinen Eltern und seiner Psychaterin eine Reise dorthin aus dem Kreuz.
Auf den ersten Blick gibt es auf der Insel nur zwei Dinge: ein von der Moderne abgeschirmtes Fischerdorf zum einen und die Ruine des Kinderheims auf der anderen Seite. Dieses, so erfährt der Junge, wurde 1943 bei einem Fliegerangriff der Deutschen ausgebombt. Und dennoch nehmen die besonderen Kinder Kontakt zu ihm auf...
Wo das Buch eher düstere Bilder (vgl. die Trailer) zeichnete, lässt es der Film ordentlich krachen - klar, wo Tim Burton drauf steht ist auch Bildgewalt drin. Die Darsteller sind allesamt sehr angenehm. Wenn die Handlung im letzten Teil den Pfad der literarischen Vorlage vollständig verlässt, so nimmt man das dem Meister auch nicht übel, denn gut gemacht bleibt gut gemacht!
Dark Tranquillity »Lethe« (»The Gallery«, 1995)
Trailer zum Buch
Der 16jährige Jacob findet seinen Großvater Abe nachts kurz vor dessen Ableben hinterm Haus. Der Alte teilt im noch etwas mit, bevor er stirbt. Anfangs stellen die letzten Worte über Insel, Schleife und so weiter keinen Zusammenhang dar. Der Junge leidet unter dem Verlust des Großvaters, welcher ihn über die Kindheit stets mit Geschichten, bevorzugt über besondere Kinder, mit denen Opa als junger Mensch Jahre in einem Kinderheim verbrachte, unterhielt. Als Jacob, mehr durch Zufall, erfährt, um welche Insel es sich handelt auf der sich besagtes Heim befinden soll, leiert er seinen Eltern und seiner Psychaterin eine Reise dorthin aus dem Kreuz.
Auf den ersten Blick gibt es auf der Insel nur zwei Dinge: ein von der Moderne abgeschirmtes Fischerdorf zum einen und die Ruine des Kinderheims auf der anderen Seite. Dieses, so erfährt der Junge, wurde 1943 bei einem Fliegerangriff der Deutschen ausgebombt. Und dennoch nehmen die besonderen Kinder Kontakt zu ihm auf...
Trailer zum Film
Wo das Buch eher düstere Bilder (vgl. die Trailer) zeichnete, lässt es der Film ordentlich krachen - klar, wo Tim Burton drauf steht ist auch Bildgewalt drin. Die Darsteller sind allesamt sehr angenehm. Wenn die Handlung im letzten Teil den Pfad der literarischen Vorlage vollständig verlässt, so nimmt man das dem Meister auch nicht übel, denn gut gemacht bleibt gut gemacht!
Dark Tranquillity »Lethe« (»The Gallery«, 1995)
25.09.2016
Don´t Breathe
Seit ein paar Tagen läuft »Don´t Breathe« in den deutschen Lichtspielhäusern. Eher als Horrorfilm vermarktet, entpuppt sich das Ganze als Psychothriller - und das im allerbesten Wortsinn. Es geistert noch ein Alternativtitel namens »A Man In The Dark« durch die Rabatten, warum, weiß der Fuchs...
Drei Jugendliche Serieneinbrecher, mit Namen Money, Alex (Dylan Minette, u. a. »Let Me In« und »Tote Mädchen lügen nicht«) und Rocky (Jane Levy, Freunden des blutigen Films aus Evil Dead bekannt) wollen weg aus Detroit und planen einen finalen Bruch um ein neues Leben in Kalifornien starten zu können. Alles scheint perfekt: Das Haus liegt in einer abgelegenen Gegend und sein einziger Bewohner ist blind und zu dem hortet er vermutlich größere Summen Bargeld zuhause. Aber natürlich wird nichts aus dem vermeintlichen Spaziergang, denn der Alte weiß sich zu wehren und es beginnt ein perfides Katz- und Mausspiel um Leben und Tod. Und einen Rucksack voller Geld.
Perfekt in Szene gesetzte Handlung, gute Schauspieler, ein schönes Haus und vor allem ein guter Rhythmus und nicht abreißende Spannung machen diesen Film zu einer wahren Granate! Lange nicht mehr so feine Kost in diesem Genre gehabt...
Darkthrone »Tundra Leech« (»Arctic Thunder«, 2016)
Drei Jugendliche Serieneinbrecher, mit Namen Money, Alex (Dylan Minette, u. a. »Let Me In« und »Tote Mädchen lügen nicht«) und Rocky (Jane Levy, Freunden des blutigen Films aus Evil Dead bekannt) wollen weg aus Detroit und planen einen finalen Bruch um ein neues Leben in Kalifornien starten zu können. Alles scheint perfekt: Das Haus liegt in einer abgelegenen Gegend und sein einziger Bewohner ist blind und zu dem hortet er vermutlich größere Summen Bargeld zuhause. Aber natürlich wird nichts aus dem vermeintlichen Spaziergang, denn der Alte weiß sich zu wehren und es beginnt ein perfides Katz- und Mausspiel um Leben und Tod. Und einen Rucksack voller Geld.
Perfekt in Szene gesetzte Handlung, gute Schauspieler, ein schönes Haus und vor allem ein guter Rhythmus und nicht abreißende Spannung machen diesen Film zu einer wahren Granate! Lange nicht mehr so feine Kost in diesem Genre gehabt...
Darkthrone »Tundra Leech« (»Arctic Thunder«, 2016)
23.06.2016
Erlösung (Flaskepost fra P)
Die Wartezeit von mehr als einem Monat ist für beinharte Jussi Adler-Olsen-Fans eine halbe Ewigkeit, aber nun konnte man dieser Tage den dritten Teil »Erlösung« (im Original »Flaskepost fra P«) in den deutschen Kinos erleben. Lohnt sich auf jeden Fall, es gibt Sachen, die ändern sich nicht.
Dem Sonderdezernat für ungelöste Fälle »Q« wird eine acht Jahre alte Flaschenpost zugespielt. Diese enthält einen mit P unterzeichneten Hilferuf. Zur selben Zeit bekommen es die beiden Hauptprotagonisten Kommissar Carl Mørk (Nikolaj Lie Kaas) und sein Assistent Assad (Fares Fares) mit einem Soziopathen zu tun, der Geschwisterpaare stark religiöser Familien entführt. Man lernt ihn auch beizeiten kennen, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Überhaupt zieht sich das Thema Religion wie ein roter Faden durch den Film was natürlich einen herrlichen Kontrast zu Mørks granteliger Weltsicht ergibt. Das Ganze ist wie immer in recht ruhigen Bildern (von einer rasanten Autofahrt mal abgesehen) und düsterer Atmosphäre gehalten - eben genau das, was man von skandinavischen Krimis kennt und erwartet.
Die Handlung hangelt sich gut an der Romanvorlage (wie immer ebenfalls empfohlen!) entlang, die filmischen Änderungen fallen nicht weiter ins Gewicht. Wie eingangs erwähnt: uneingeschränkter Guck-Tipp! Und nun ran an die Kameras, Teil vier, Teil vier, Teil vieeer!!! ;o)
Gitte Hænning »Vi Danser« (1968)
Dem Sonderdezernat für ungelöste Fälle »Q« wird eine acht Jahre alte Flaschenpost zugespielt. Diese enthält einen mit P unterzeichneten Hilferuf. Zur selben Zeit bekommen es die beiden Hauptprotagonisten Kommissar Carl Mørk (Nikolaj Lie Kaas) und sein Assistent Assad (Fares Fares) mit einem Soziopathen zu tun, der Geschwisterpaare stark religiöser Familien entführt. Man lernt ihn auch beizeiten kennen, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Überhaupt zieht sich das Thema Religion wie ein roter Faden durch den Film was natürlich einen herrlichen Kontrast zu Mørks granteliger Weltsicht ergibt. Das Ganze ist wie immer in recht ruhigen Bildern (von einer rasanten Autofahrt mal abgesehen) und düsterer Atmosphäre gehalten - eben genau das, was man von skandinavischen Krimis kennt und erwartet.
Die Handlung hangelt sich gut an der Romanvorlage (wie immer ebenfalls empfohlen!) entlang, die filmischen Änderungen fallen nicht weiter ins Gewicht. Wie eingangs erwähnt: uneingeschränkter Guck-Tipp! Und nun ran an die Kameras, Teil vier, Teil vier, Teil vieeer!!! ;o)
Gitte Hænning »Vi Danser« (1968)
14.02.2016
The Hateful Eight
Howdy... ;o) Western haben wir an dieser Stelle eher selten bis gar nicht, aber wenn Mr. Quentin Tarantino in die Kinosessel bittet, dann schon. So gibt es dieser Tage seinen achten Film »The Hateful Eight« zu bestaunen (ne Acht im Namen - das trägt man heutzutage so!), besetzt, wie immer, mit erlesenen Akteuren, breitwandig und furios wie eh und je.
Auf dem Weg nach Red Rock begegnen sich die Kopfgeldjäger Marquis Warren (Samuel L. Jackson) und John Ruth (Kurt Russell), genannt der Henker samt einer von ihm gefangenen Verbrecherin namens Daisy Domergue (Jennifer Jason Leigh) auf einem Gebirgspass in einem beginnenden Blizzard. Desweiteren gesellt sich ein Typ dazu, der vorgibt, bei Ankunft zum neuen Sheriff von Red Rock ernannt zu werden. Unterschlupf findet die Gruppe in Minnies Miederwarenladen, einer Art Herberge, wo sie auf weitere schräge Gestalten treffen. Und dort spielt dann auch der Rest der Handlung, unterteilt in sechs Kapitel.
Das dauert in der deutschen Kinofassung 168 Minuten, was bei einem Tarantino-Film aber keine Langeweile erzeugt.
Außerdem gibt es noch Wiedersehen mit Michael Madsen und Zoë Bell, nur um mal zwei, aus älteren QT-Filmen bekannte Gesichter zu benennen. Und Red Apple gibt es seit neuestem auch zum Selberdrehen! ;o)
Gibt eigentlich nicht viel zu meckern, außer vielleicht, dass die Rolle des Oswaldo Mobray doch arg an Dr. Schultz aus »Django Unchained« angelehnt ist, sonst passt eigentlich alles. Die Action steigert sich, der Humor ist scheinbar lose, aber sachdienlich verstreut und für den Soundtrack konnte der Meister diesmal niemand geringeren als Ennio Morricone begeistern. Damit dürfte der Western an sich locker ins aktuelle Jahrtausend gerettet sein. ;o)
Lauschen wir zum Abschluß noch olle Roy Orbison, dessen »There Won’t Be Many Coming Home« stilsicher für den Abspann verbraten wurde...
Roy Orbison »There Won’t Be Many Coming Home« (»The Fastest Guitar Alive«, 1967)
Auf dem Weg nach Red Rock begegnen sich die Kopfgeldjäger Marquis Warren (Samuel L. Jackson) und John Ruth (Kurt Russell), genannt der Henker samt einer von ihm gefangenen Verbrecherin namens Daisy Domergue (Jennifer Jason Leigh) auf einem Gebirgspass in einem beginnenden Blizzard. Desweiteren gesellt sich ein Typ dazu, der vorgibt, bei Ankunft zum neuen Sheriff von Red Rock ernannt zu werden. Unterschlupf findet die Gruppe in Minnies Miederwarenladen, einer Art Herberge, wo sie auf weitere schräge Gestalten treffen. Und dort spielt dann auch der Rest der Handlung, unterteilt in sechs Kapitel.
Das dauert in der deutschen Kinofassung 168 Minuten, was bei einem Tarantino-Film aber keine Langeweile erzeugt.
Außerdem gibt es noch Wiedersehen mit Michael Madsen und Zoë Bell, nur um mal zwei, aus älteren QT-Filmen bekannte Gesichter zu benennen. Und Red Apple gibt es seit neuestem auch zum Selberdrehen! ;o)
Gibt eigentlich nicht viel zu meckern, außer vielleicht, dass die Rolle des Oswaldo Mobray doch arg an Dr. Schultz aus »Django Unchained« angelehnt ist, sonst passt eigentlich alles. Die Action steigert sich, der Humor ist scheinbar lose, aber sachdienlich verstreut und für den Soundtrack konnte der Meister diesmal niemand geringeren als Ennio Morricone begeistern. Damit dürfte der Western an sich locker ins aktuelle Jahrtausend gerettet sein. ;o)
Lauschen wir zum Abschluß noch olle Roy Orbison, dessen »There Won’t Be Many Coming Home« stilsicher für den Abspann verbraten wurde...
Roy Orbison »There Won’t Be Many Coming Home« (»The Fastest Guitar Alive«, 1967)
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Octapolis
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21.09.2015
Sinister 2
Momentan kann man in den Kinos der Republik die Fortsetzung von Sinister sehen. Natürlich stehen Fortsetzungen, besonders zweite Teile, unter strenger Beobachtung, aber dieser Film ist auf Augenhöhe mit Teil eins, wenn nicht sogar etwas darüber.
Ein ehemaliger Deputy, mit dem sensationellen Namen Soundso, ermittelt auf eigene Faust, um dem bereits im ersten Teil vorgestellten Dämon Bughuul das Handwerk zu legen. Dabei trifft er auf Courtney Collins, die sich mit ihren zwei Söhnen inmitten einer Einöde aufhält, um ihrem jähzornigen Exmann zu entfliehen. Ohne, dass es die liebe Frau ahnt, ist sie dank ihrer zwei Kinder das perfekte Opfer für Bughuul. Ihre Söhne sehen tote Kinder, welche ehemalige Opfer des Finsteren wurden und schon bald den ersten dazu nötigen, sich 8mm-Filme begangener Morde anzusehen. Freilich läuft es darauf hinaus, dass er selbst auch eine Filmrolle beitragen soll. Und so entwickelt sich ein Wettkampf zwischen Dämon, Mutter, Kindern, Exmann und Polizei...
Anders, als z. B. am Ende des Wikipedia-Eintrages zitiert, entwickelt sich eine gute Atmosphäre, die immer dann ihren Klimax erfährt, wenn die 8mm-Filme zum Einsatz gebracht werden. Ansonsten geht es weniger blutig zu, hier wird mehr mit akustischen Plautzeffekten und klassischen Spukhauselementen an der Gänsehaut gerubbelt. Darsteller und Umgebung passen gut und das Ende ist stimmig erklärt. Dass es vielleicht etwas vorhersehbar ist, macht am Ende nichts, man wird über eineinhalb Stunden stimmungsvoll unterhalten.
Myrkur »Byssan Lull« (»M«, 2015)
Ein ehemaliger Deputy, mit dem sensationellen Namen Soundso, ermittelt auf eigene Faust, um dem bereits im ersten Teil vorgestellten Dämon Bughuul das Handwerk zu legen. Dabei trifft er auf Courtney Collins, die sich mit ihren zwei Söhnen inmitten einer Einöde aufhält, um ihrem jähzornigen Exmann zu entfliehen. Ohne, dass es die liebe Frau ahnt, ist sie dank ihrer zwei Kinder das perfekte Opfer für Bughuul. Ihre Söhne sehen tote Kinder, welche ehemalige Opfer des Finsteren wurden und schon bald den ersten dazu nötigen, sich 8mm-Filme begangener Morde anzusehen. Freilich läuft es darauf hinaus, dass er selbst auch eine Filmrolle beitragen soll. Und so entwickelt sich ein Wettkampf zwischen Dämon, Mutter, Kindern, Exmann und Polizei...
Anders, als z. B. am Ende des Wikipedia-Eintrages zitiert, entwickelt sich eine gute Atmosphäre, die immer dann ihren Klimax erfährt, wenn die 8mm-Filme zum Einsatz gebracht werden. Ansonsten geht es weniger blutig zu, hier wird mehr mit akustischen Plautzeffekten und klassischen Spukhauselementen an der Gänsehaut gerubbelt. Darsteller und Umgebung passen gut und das Ende ist stimmig erklärt. Dass es vielleicht etwas vorhersehbar ist, macht am Ende nichts, man wird über eineinhalb Stunden stimmungsvoll unterhalten.
Myrkur »Byssan Lull« (»M«, 2015)
17.02.2015
► First Aid Kit // Walk Unafraid
Ein hübsches Video vom Soundtrack zum Film »Der große Trip (Wild)« mit Reese Witherspoon. Da ich von Filmen, wo weniger als drei Liter Blut fließen nicht so viel Ahnung habe, spar ich mir an dieser Stelle ne längere Analyse, aber dieser Kinobesuch hat definitiv Freude gemacht! ;o)
First Aid Kit »Walk Unafraid« (»Wild - Original Motion Picture Soundtrack«, 2014)
First Aid Kit »Walk Unafraid« (»Wild - Original Motion Picture Soundtrack«, 2014)
26.01.2015
Schändung (Fasandræberne)
Dieser Tage in die Kinos gekommen (und hier schon wieder raus), ist der dänische Film »Schändung«, welcher in Anlehnung an den Originaltitel »Fasandræberne« noch den Untertitel »Die Fasanentöter« verpasst bekam. Wer sich für die Romanvorlage aus der Feder Jussi Adler Olsens oder den erstverfilmten Teil »Erbarmen« begeistern konnte, wird auch hier vorzüglich bedient.
Hauptprotagonist Carl Mørck wird von Nikolaj Lie Kaas noch grantiger vorgetragen, als bisher, was sein Assistent Assad (Fares Fares) mit stoischer Gelassenheit erträgt. Desweiteren lernen wir noch die neue Sektretärin Rose kennen, welche sich am Anfang etwas fehl am Platz vorkommt, die zwei Polizisten aber bestens ergänzt.
Der neue Fall für das Sonderdezernat Q führt zurück ins Jahr 1994, als ein Geschwisterpaar ermordet wurde. Viele Anhaltspunkte haben die beiden Ermittler nicht. Der damals geständige Täter wurde vom teuersten Strafverteidiger Dänemarks vertreten und kam nach drei Jahren Haft wieder auf freien Fuß, seltsam, für eine Vergewaltigung und einen Doppelmord. Außerdem gibt es einen aufgezeichneten Notruf einer jungen Frau, nur ist die seit vielen Jahren verschwunden. Außerdem wird es kompliziert, da die Spuren von einem Eliteinternat und von da aus in höchste wirtschaftliche Kreise führen...
Spannend, atmosphärisch und brilliant besetzt und mit einer Länge von ca. zwei Stunden keine Minute zu kurz - ein wirklich schöner Film!
Nekromantix »Once We Were Lovers« (»What Happens In Hell, Stays In Hell«, 2011)
Hauptprotagonist Carl Mørck wird von Nikolaj Lie Kaas noch grantiger vorgetragen, als bisher, was sein Assistent Assad (Fares Fares) mit stoischer Gelassenheit erträgt. Desweiteren lernen wir noch die neue Sektretärin Rose kennen, welche sich am Anfang etwas fehl am Platz vorkommt, die zwei Polizisten aber bestens ergänzt.
Der neue Fall für das Sonderdezernat Q führt zurück ins Jahr 1994, als ein Geschwisterpaar ermordet wurde. Viele Anhaltspunkte haben die beiden Ermittler nicht. Der damals geständige Täter wurde vom teuersten Strafverteidiger Dänemarks vertreten und kam nach drei Jahren Haft wieder auf freien Fuß, seltsam, für eine Vergewaltigung und einen Doppelmord. Außerdem gibt es einen aufgezeichneten Notruf einer jungen Frau, nur ist die seit vielen Jahren verschwunden. Außerdem wird es kompliziert, da die Spuren von einem Eliteinternat und von da aus in höchste wirtschaftliche Kreise führen...
Spannend, atmosphärisch und brilliant besetzt und mit einer Länge von ca. zwei Stunden keine Minute zu kurz - ein wirklich schöner Film!
Nekromantix »Once We Were Lovers« (»What Happens In Hell, Stays In Hell«, 2011)
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30.01.2014
Erbarmen (Kvinden i buret)
Gerade in den Kinosälen der Republik ist der dänische Film »Erbarmen« (Originaltitel: »Kvinden i buret«, was so viel, wie die Frau im Käfig bedeutet). Vorlage war ein Kriminalroman von Jussi Adler-Olsen (welcher hier auch in Papierform empfohlen sei).
Das Ganze ist typisch skandinavisch, sprich in gemächlichem Tempo und etwas düsterer Stimmung angelegt und bis zur letzten Minute spannend gehalten. Außerdem punktet der Film durch ein geniales Casting. Mørck wird gespielt von Nikolaj Lie Kaas (Freunden des gepflegten dänischen Films u. a. sicher aus »In China essen sie Hunde« oder »Dänische Delikatessen« bekannt), Assad wird von Fares Fares (u. a. »Jalla! Jalla!« und »Kops«) verkörpert. Alleine diese zwei Charaktere tragen den Film und sorgen auch hier und da für kleinere Schmunzler.
Kurzum: Schöner Film und Punkt.
Volbeat »Always, Wu« (»The Strength / The Sound / The Songs«, 2005)
originaler, dänischer Trailer
deutscher Trailer
Im Zentrum der Handlung steht Carl Mørck, der bei der Mordkomission arbeitet und nach einem gründlich schiefgegangenen Einsatz die Erstbesetzung des neu ins Leben gerufenen Sonderdezernats »Q« stellen soll. Dessen Aufgabe soll das Sortieren alter, abgelegter Fälle sein, eigentlich ein Abstellgleis. Er bekommt als Assistenten den syrischstämmigen Assad zur Seite gestellt, auf den ersten Blick ein ungleiches Paar.
Sie graben den Fall der verschwundenen Politikerin Merete Lynggaard aus, welche, soviel verraten schon die Trailer, natürlich noch lebt, wenngleich die damalige Ermittlungsakte damit geschlossen wurde, dass sie sich das Leben nahm, indem sie von einer Fähre sprang.
deutscher Trailer
Das Ganze ist typisch skandinavisch, sprich in gemächlichem Tempo und etwas düsterer Stimmung angelegt und bis zur letzten Minute spannend gehalten. Außerdem punktet der Film durch ein geniales Casting. Mørck wird gespielt von Nikolaj Lie Kaas (Freunden des gepflegten dänischen Films u. a. sicher aus »In China essen sie Hunde« oder »Dänische Delikatessen« bekannt), Assad wird von Fares Fares (u. a. »Jalla! Jalla!« und »Kops«) verkörpert. Alleine diese zwei Charaktere tragen den Film und sorgen auch hier und da für kleinere Schmunzler.
Kurzum: Schöner Film und Punkt.
Volbeat »Always, Wu« (»The Strength / The Sound / The Songs«, 2005)
01.06.2013
Silent But Deadly
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| schweigsam, tödlich, aber gut gelaunt |
In einem Kaff, wie man es nur auf dem amerikanischen Kontinent (oder vielleicht noch in der vorpommerschen Provinz) findet, lebt der wortkarge Thomas Capper. Seine einzigen Freunde sind, seit seine Mutter starb, zwei Ziegen. Sein Vater, ein Grobian, wie man in nur in solchen Kaffs findet, lebt dort mit ihm und zwei Russinen zusammen, welche er per Katalog bestellte. Allerdings sind diese lesbisch, was den Vater noch angepisster sein lässt und Thomas manchmal zum Spannen verleitet. Soviel zur grotesken Grundszenerie. Natürlich verliert der Knabe eines Tages die Nerven, löscht seine Mitmenschen aus, wobei er auch zum ersten mal spricht, jedoch nur die Namen der Mordwerkzeuge nennt. Silent but deadly eben.
blöderweise gips nur nen englischen Trailer, aber besser, als gar keinen
Auf seiner Flucht nimmt er einen Anhalter mit, der im am Set einer Hollywoodproduktion ein paar Dörfer weiter prompt einen Job verschafft. Dort ist besonders der Regisseur von ihm angetan, denn obwohl er keinen Ton sagt, erfüllt er die Wünsche des cholerischen Filmemachers zu dessen Zufriedenheit. Natürlich müssen auch dort bald ein paar Leute dran glauben. Dazu taucht ein kleinwüchsiger Sheriff samt einfältigem Deputy und einer Dokumentarfilmerin auf und fertig ist die kanadische Schlachteplatte.
Ich musste erstmal überlegen, was ich von diesem Film halten sollte. Er ist nicht innovativ, wirkt aber trotzdem frisch. Es gibt etliche Lacher, wenn man mit etwas derberem Humor kein Problem hat. Die Splatterszenen können sich wirklich sehen lassen und selbst die Schauspieler sind für diese Art von Film ganz okay. Ergo wird man 84 Minuten (P18, uncut - im Netz sieht man überall ein Cover mit 16er-Freigabe, möchte nicht wissen, wie da geschnippelt wurde) gut und kurzweilig unterhalten, eine launige Splatterkomödie für den Freitagabend eben.
Darkthrone »Canadian Metal« (»F. O. A. D.«, 2007)
PS: Schönen Kindertag zusammen! ;o)
13.02.2013
Django Unchained
Kalt draußen, rutschig auch und, wie alle Jahre wieder am 13. Februar eine Menschenkette rund um die Dresdener Altstadt (wahrscheinlich von näher gelegenen Planeten mit bloßem Auge erkennbar, aber wahrscheinlich auch umsonst, denn der eine Rechtsradikale muss morgen früh raus und kann nicht so spät zur Antibombardierungsdemo und der andere Kamerad ist noch vom Vorjahr erkältet) - das heißt für Genießer: ab ins Lichtspielhaus, freie Platzwahl! Diese Woche gesehen und allerwärmstens zu empfehlen: Django Unchained!
Die Story im Kurzdurchlauf: Dr. King Schultz (genial: Christoph Waltz), ein Zahnarzt aus Düsseldorf(!), verdient seinen Lebensunterhalt als Kopfgeldjäger im Süden der US of A. Weil er ihn braucht um eine Verbrecherbande zu identifizieren, befreit er Django (Jamie Foxx) aus den Fängen von Sklavenhändlern. Django selbst will seine Frau wiederfinden, von welcher er von eben jenen miesen Typen getrennt wurde und so arrangiert sich das etwas ungleiche Paar miteinander. Django hilft dem Doc die Kopfgelder zu kassieren, dieser hilft ihm, seine Frau wieder zu finden, bis sie schlußendlich auf den ultrarassistischen und sadistischen Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) treffen, welcher die gesuchte Frau »besitzt«.
Mehr will ich gar nicht verraten. Man bekommt jedoch genau das geboten, was man erwartet, wenn man sich einen Western des Herrn Tarantino ansieht: perfektes Casting (vor allem, wenn es wirklich wahr ist, dass die Rolle des Django erst mit Will Smith besetzt werden sollte, also bitte!), wenn es kracht, dann auch richtig, absurde Situationen, eine Prise Humor, einen Slang, wie man ihn eher in der Bronx, als im wilden Westen vermutet, natürlich auch einen passenden Soundtrack - kurzum 165 Minuten Unterhaltung auf geschmackssicherstem Niveau!
Und wenn ihr beispielsweise Platz Nummer 19 habt, könnt ihr ja mal ungefragt während des Film die Hände von Nummer 18 und Nummer 20 greifen und ganz dolle festhalten, dann braucht ihr auch kein schlechtes Gewissen zu haben, nicht an der großen Menschenkette teilgenommen zu haben. Stiller Protest funktioniert überall, ist am Ende eine Frage der inneren Überzeugung. Funktioniert übrigens auch, wenn ihr vielleicht auf der 3 sitzt mit 2 und 4... ;o)
Johnny Cash »Ain’t No Grave (Black Opium Remix)« (»Django Unchained« Soundtrack, 2013)
Die Story im Kurzdurchlauf: Dr. King Schultz (genial: Christoph Waltz), ein Zahnarzt aus Düsseldorf(!), verdient seinen Lebensunterhalt als Kopfgeldjäger im Süden der US of A. Weil er ihn braucht um eine Verbrecherbande zu identifizieren, befreit er Django (Jamie Foxx) aus den Fängen von Sklavenhändlern. Django selbst will seine Frau wiederfinden, von welcher er von eben jenen miesen Typen getrennt wurde und so arrangiert sich das etwas ungleiche Paar miteinander. Django hilft dem Doc die Kopfgelder zu kassieren, dieser hilft ihm, seine Frau wieder zu finden, bis sie schlußendlich auf den ultrarassistischen und sadistischen Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) treffen, welcher die gesuchte Frau »besitzt«.
Mehr will ich gar nicht verraten. Man bekommt jedoch genau das geboten, was man erwartet, wenn man sich einen Western des Herrn Tarantino ansieht: perfektes Casting (vor allem, wenn es wirklich wahr ist, dass die Rolle des Django erst mit Will Smith besetzt werden sollte, also bitte!), wenn es kracht, dann auch richtig, absurde Situationen, eine Prise Humor, einen Slang, wie man ihn eher in der Bronx, als im wilden Westen vermutet, natürlich auch einen passenden Soundtrack - kurzum 165 Minuten Unterhaltung auf geschmackssicherstem Niveau!
Und wenn ihr beispielsweise Platz Nummer 19 habt, könnt ihr ja mal ungefragt während des Film die Hände von Nummer 18 und Nummer 20 greifen und ganz dolle festhalten, dann braucht ihr auch kein schlechtes Gewissen zu haben, nicht an der großen Menschenkette teilgenommen zu haben. Stiller Protest funktioniert überall, ist am Ende eine Frage der inneren Überzeugung. Funktioniert übrigens auch, wenn ihr vielleicht auf der 3 sitzt mit 2 und 4... ;o)
Johnny Cash »Ain’t No Grave (Black Opium Remix)« (»Django Unchained« Soundtrack, 2013)
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03.07.2012
Inception (was Leo und der Ulkbär gemeinsam haben)
Heute mal ein Film, der insofern exotisch an dieser Stelle sein mag, dass er kaum blutig ist. Und: Leonardo DiCaprio spielt mit. Und er kam schon in einer »Ulkbär«-Folge vor! Grund genug, ein paar Worte über »Inception« loszuwerden.
Die Handlung ist recht einfach erzählt. Leo und ein paar ähnlich clevere Leute sind in der Lage in Träume anderer Leute einzusteigen, diese aber auch selbst zu gestalten. So lässt es sich prima spionieren und manipulieren. Nun taucht ein Auftraggeber auf, der einen Gedanken in einem Traum eines Großindustriellen plazieren will um diesen zu einer gewissen, für den Film völlig irrelevanten Entscheidung zu bringen, welche dann natürlich seine eigene wäre. Klingt etwas verworren, fängt auch so an, aber man bekommt während des Films eigentlich alles Notwendige erklärt, um zu verstehen, wie es funktioniert mit der Traumbegehung und -entstehung.
Natürlich hat Mr. DiCaprio auch noch ne alte Liebesgeschichte querstehen, welche das Ganze verkompliziert, dafür aber eine Studentin an seiner Seite, die anfangs keine Ahnung von der Materie hat, eine Stunde später aber klugscheißt, wie ein Vollprofi.
Interessant wird das letzte Drittel, als die Protagonisten feststellen, dass es zur Lösung ihrer Aufgabe unabdingbar sein wird (und jetzt kommt´s!) einen Traum im Traum herzustellen und dort einen weiteren Traum zu erleben. Traumlevel 3 nennt das der Kenner. Birgt natürlich gefahren, denn es wäre ja schlecht, wenn z. B. Traumlevel 3 und 1 enden würden, während der Schlafende noch in Ebene 2 festklebt - und was wäre dann mit der Realität?
Nun ja, wie soll ich sagen... Nicht schlecht, aber manchmal auch anstrengend, ich für meinen bescheidenen Teil musste mich wirklich reingucken. Lässt man sich allerdings auf die Handlung und ihrer eigenen Gesetzmäßigkeiten ein, so bekommt man große Bilder in völlig verschiedenen Szenarien geboten, eine Menge Kawumm dazu und unterm Strich einfach modernes Hollywood Action Kino (kam seinerzeit vielleicht auch besser auf Großleinwand, als auf DVD...).
Liaisons Dangereuses »Etre assis ou danser« (»Liaisons Dangereuses«, 1981)
Traumlevel 3: der Ulkbär!
Die Handlung ist recht einfach erzählt. Leo und ein paar ähnlich clevere Leute sind in der Lage in Träume anderer Leute einzusteigen, diese aber auch selbst zu gestalten. So lässt es sich prima spionieren und manipulieren. Nun taucht ein Auftraggeber auf, der einen Gedanken in einem Traum eines Großindustriellen plazieren will um diesen zu einer gewissen, für den Film völlig irrelevanten Entscheidung zu bringen, welche dann natürlich seine eigene wäre. Klingt etwas verworren, fängt auch so an, aber man bekommt während des Films eigentlich alles Notwendige erklärt, um zu verstehen, wie es funktioniert mit der Traumbegehung und -entstehung.
Trailer
Natürlich hat Mr. DiCaprio auch noch ne alte Liebesgeschichte querstehen, welche das Ganze verkompliziert, dafür aber eine Studentin an seiner Seite, die anfangs keine Ahnung von der Materie hat, eine Stunde später aber klugscheißt, wie ein Vollprofi.
Interessant wird das letzte Drittel, als die Protagonisten feststellen, dass es zur Lösung ihrer Aufgabe unabdingbar sein wird (und jetzt kommt´s!) einen Traum im Traum herzustellen und dort einen weiteren Traum zu erleben. Traumlevel 3 nennt das der Kenner. Birgt natürlich gefahren, denn es wäre ja schlecht, wenn z. B. Traumlevel 3 und 1 enden würden, während der Schlafende noch in Ebene 2 festklebt - und was wäre dann mit der Realität?
Nun ja, wie soll ich sagen... Nicht schlecht, aber manchmal auch anstrengend, ich für meinen bescheidenen Teil musste mich wirklich reingucken. Lässt man sich allerdings auf die Handlung und ihrer eigenen Gesetzmäßigkeiten ein, so bekommt man große Bilder in völlig verschiedenen Szenarien geboten, eine Menge Kawumm dazu und unterm Strich einfach modernes Hollywood Action Kino (kam seinerzeit vielleicht auch besser auf Großleinwand, als auf DVD...).
Liaisons Dangereuses »Etre assis ou danser« (»Liaisons Dangereuses«, 1981)
reingefruttelt von
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Kino,
Leonardo DiCaprio,
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Realität,
Traum
15.03.2012
Leuchtohrkater
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