Wenn Tapsi das Eichhörnchen im Juli einen seitlichen Schatten wirft, bekommen wir Mitte März noch mal Schnee. Klingt unglaublich, aber ist so. Tapsi hat recht. ;o)
Vor reichlich fünf Jahren hatten wir das Thema schon mal an dieser Stelle (Teil eins // Teil 2): die Darstellung weiblicher Figuren auf Dresdens schönstem Friedhof. Da er groß ist, und mit ein bisschen Schnee drüber eh alles anders aussieht, nun also, mit einiger Verspätung, ein dritter Teil. (Überschrift sollte erst »Tolkewitz, Frauen unter Zucker« heißen, wurde aber aus Rücksicht auf die Apothekenrundschau geändert...). So denn... ;o)
Die Magdalene Keibel Combo »Tschaka 2« (»Das gemeine Reitbein«, 1988)
Auf dem Feld 5J (das dritte linkerhand, wenn man durch das Kreuztor eintritt) des Dresdener Johannisfriedhof finden wir eine Menge recht fotogener Steinkreuze (und um diese Jahreszeit kann der kleine Friedhofsbotaniker auch Krokusse und Schneeglöckchen bestaunen). Bitte, nach Ihnen! ;o)
Der direkt an der Kirche gelegene Teil des alten Friedhofs von Possendorf wurde Anfang des 17. Jahrhunderts eingeweiht und im 18. Jahrhundert nach Süden erweitert (von Dresden aus geguckt hinter der Kirche). Als dieser Platz nicht mehr reichte, weihte man auf der gegenüberliegenden Straßenseite den Neuen Possendorfer Friedhof ein.
Aus dem Jahr 2001 stammt dieser Gruselfilm, er kommt aus Spanien.
Ein paar junge Menschen beschließen im Jahr 1974 ihren Abschluss in einem stillgelegten Schulgebäude zu feiern. Tun sie dann auch, Musik, Tanz, bisschen was zu trinken... bis ein Mädchen mit heftiger Kopfwunde auftaucht. Dazu noch ein Killer, der nun Jagd auf die jungen Menschen macht.
26 Jahre danach wollen drei Pärchen an eben dieser Schule ein romantisches Wochenende verbringen. Hier und da geht das Licht an und aus, schleicht ein Nachtwächter durch die verlassenen Flure und scheinbar sehen sie hier und da die Vergangenheit aufblitzen. Zudem ist einer von ihnen, Ramón, der Sohn des einzigen Überlebenden des 1974er Massakers...
Um es kurz zu machen... Hier ist nicht alles Gold, was glänzt, aber nach mehrmaligen Durchlauf dieses Streifens lässt sich sagen, dass er prima unterhält. Und spanischsprachiger Punk Rock geht immer... ;o)
Parálisis Permanente »Adictos de la Lujuria« (»El Acto«, 1982)
Tårnby liegt etwas südlich von Kopenhagen auf der Insel Amager. Dort macht man nicht gerade Urlaub, aber der Flughafen Kastrup ist gleich um die Ecke und falls man den Öresund zu queren gedenkt, führt der Weg ebenfalls dort vorbei.
Prominentester Name des Friedhofs ist natürlich Ove Sprogøe. Allerdings wurde er, auf eigenen Wunsch, anonym bestattet.
Fenriz' Red Planet »My Ship Sailed Without Me« (»Engangsgrill«, 2009)
Uff, was für ein hammerharter deutscher Beiname! Aus dem Jahr 2007 stammt dieser Film, der im Original schlicht und einfach »House« getauft wurde (nicht verschwägert oder verwandt mit dem 1986er Klassiker). Es existiert auch noch eine Variante als »House Of Terror«, aber das nur am Rande.
Paar Nummer eins fährt zu einer Paartherapie. Unterwegs sehen sie einen Unfall, doch der freundliche Polizist (Michael Madsen) empfiehlt ihnen eine Abkürzung. Am Ende alles unnütz, denn sie schlitzen sich an einem Haufen Schrott mitten im Wald zwei Reifen auf. Pech, wenn man nur ein Ersatzrad hat. Handyempfang gibt es natürlich auch keinen und so machen sich die zwei Verstrittenen zu Fuß auf, um inmitten spontan einsetzendem Regens, Hilfe zu finden.
Sie gelangen an ein abgelegenes Haus, das sich als Herberge herausstellt und lernen dort Paar Nummer 2 kennen, welches in Abwesenheit der Inhaber schon mal eigenmächtig eingecheckt hat. Die Wirtsleute lernen alle Beteiligten dann doch noch kennen. Eine reichlich verschrobene Herbergsmutter, deren störrischen Mann und Pete, der bekloppte, aber perfekt ins Hinterwäldlerische passende Sohn.
Das gemeinsame Abendessen gerät beizeiten aus den Fugen und zu allem Übel fordert ein Unbekannter, ihm eine Leiche bis zum Morgengrauen zu präsentieren, ansonsten murkst er eigenhändig alle ab... und das nachdem die Gastgeber samt ihrem Haus die Gäste ohnehin schon mit deren Verfehlungen im Leben konfrontieren.
Da möchte man den Protagonisten zurufen: Sorgt euch nicht, Michael Madsen ist irgendwo in der Nähe und er ist bewaffnet! Doch so einfach ist es natürlich nicht... ;o)
Also, mal das Positive voran: der Film hat über seine komplette Länge ein amtliches Tempo und zahlreiche Wendungen. Langweilig geht anders. Aber, eben jene Wendungen sind manchmal schwer nachzuvollziehen. Wähnt man sich anfangs in gediegener katholischer Backwood-Umgebung, macht die Handlung Schlenker ins Übersinnliche, ins Okkulte, bedient sich klassischer Haunted House-Momente... man wäre besser bedient gewesen auf einer Schiene zu bleiben. Dennoch (ich geb zu, bei dem bescheuerten Titel war Mr. Madsens Name das eigentliche Guckargument, denn so einer kann noch jedes Niveau auf ein Mindestmaß anheben) wird man kurzweilig unterhalten und darum soll es am Ende ja gehen... ;o)